Brettspiel Outback im Karton

Bei diesem Familienspiel schlüpft man in die Rolle eines Rangers und setzt Tiere in der australischen Wildnis aus. Hier erfährst du, was das Brettspiel Outback bietet und ob es sich lohnt.

Ein Känguru in die unterste Reihe und ein Schnabeltier darüber legen? Oder doch lieber das Känguru in Reihe 5 platzieren und diesmal auf andere Tiere verzichten?

Beim Brettspiel Outback würfelt man darum, australische Tiere auszuwildern. Dabei kommt es nicht nur auf Würfelglück an, man muss auch ein paar strategische Entscheidungen treffen, etwa wo man ein Tier auf seinem Spielfeld platziert. Das Brettspiel Outback umfasst zwei Spiel-Varianten, die sich im Anspruch von einander unterscheiden und darauf abzielen nicht nur jüngere Kinder, sondern auch Ältere noch abzuholen.

Kleiner Hinweis: Der HUCH.-Verlag hat uns freundlicherweise kostenlos ein Exemplar des Spiels zur Besprechung zugeschickt. Diese Rezension ist jedoch nicht bezahlt und gibt unsere unabhängige Meinung wieder.

Das Brettspiel Outback im Überblick

  • Spieltyp: Würfelspiel, Familienspiel
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Spieler: 2 – 4 Spieler
  • Dauer: ca. 30 min.
  • Verlag: HUCH!
  • Spielautor: Michael Kiesling
  • Erscheinungsjahr: 2018
  • Spielziel: Sein eigenes Spielfeld strategisch klug mit Tieren besiedeln, um so am Ende mit den meisten Punkten als bester Outback-Ranger von Australien zu siegen.
HUCH! 880369 Outback, bunt, 29,5 x 29,5 x 7 cm*
  • Brettspiel von Michael Kiesling
  • für 2-4 Spieler ab 8 Jahren
  • besiedle das Outback mit Tieren

Letzte Aktualisierung am 11.12.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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So funktioniert das Brettspiel Outback

Spielmaterial & Vorbereitung

Brettspiel Outback - Spielplan
Beim Brettspiel Outback hat jeder seinen eigenen Spielplan

Der Aufbau geht recht fix: man muss zunächst einen Jeep aus vorgestanzter Pappe basteln, der in der Tischmitte parkt. Jeder Spieler erhält einen eigenen Spielplan, der sein Outback-Gebiet darstellt.

Jeder Spielplan hat zwei verschiedene Seiten, eine für die Grundvariante (leicht erkennbar an 5 Bonusfeldern oben) und einen abweichenden für die Variante Outback plus.

Alle Tierplättchen (sechseckig) werden gut gemischt in den schwarzen Beutel gepackt und 5 davon zufällig auf die 5 Felder auf dem Jeep gelegt.

Jetzt braucht jeder Spieler nur noch 5 Punktanzeiger und 5 Bonusplättchen. Eins für jede Tierart, die es beim Brettspiel Outback gibt: Känguru, Koala, Schnabeltier, Waran und Emu.

Die Bonusplättchen werden erstmal beiseite gelegt. Die Punkteanzeiger liegen zunächst alle am linken unteren Rand des Spielfelds auf dem Wert -3 und werden im Laufe des Spiels im Uhrzeigersinn vorgerückt. Innovativ ist an den Spielplänen der Biefmarkenartig gezackte Rand mit Einbuchtungen für die Punktezeiger.

Ansonsten braucht man nur noch 6 der 7 Tierwürfel, die jeweils jede Tierart einmal und auf einem Feld den Joker zeigen und den Startspieler-Marker.

Spielablauf

Der Startspieler-Marker dient einfach als Erinnerung, wer angefangen hat. Denn am Ende wenn einer der Spieler zuerst sein komplettes Feld gefüllt hat, wird noch die Runde fertig gespielt, also alle Spieler zwischen diesem und dem Startspieler kommen noch dran.

Ein Spielzug besteht beim Brettspiel Outback aus 3 Aktionen: Würfeln, Tierkarten legen und auswerten.

Würfeln

6 Tierwürfel beim Brettspiel Outback
Die Tierwürfel sind sehr schön gestaltet

Das Würfeln erinnerte uns an Kniffel, denn man darf bis zu 3 mal würfeln und dabei beliebig Würfel rauslegen und auch wieder aufnehmen, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist.

Je nachdem welche Tiere die Würfel zeigen und wie oft ein Tier zu sehen ist, darf man ein, zwei oder sogar drei passende Tierplättchen vom Jeep nehmen und diese in bestimmten Reihen des eigenen Spielfelds platzieren. Für die unterste Reihe reicht, bereits 2 mal die gleiche Tierart gewürfelt zu haben. Für die oberste Reihe, die nur aus einem einzigen Feld besteht müssen alle Würfel die gleiche Tierart zeigen.

Die Jokerflächen der Würfel machen es zwar einfacher, aber man darf nicht nur Joker kombinieren und dafür ein Plättchen nehmen.

Schon beim Würfeln sollte man abwägen, ob man lieber obere Felder füllt also auf eine hohe Zahl einer Tierart abzielt oder lieber zwei oder drei Plättchen auf unterer Felder legen will.

Natürlich sollte man ein Auge darauf haben, welche Tierarten sich überhaupt gerade auf dem Jeep befinden, der nach jedem Zug wieder aufgefüllt wird. In unserem Testspiel passierte es einmal, dass ein Testspieler unaufmerksam war und zunächst eine Tierart sammelte, die gerade gar nicht aus lag. Ein anderes Mal kam es sogar zu der Situation, dass auf dem Jeep nur eine Tierart lag, nämlich 5 Warane.

Legen

Brettspiel Outback - Känguru oder Schnabeltier?
Ein Königreich für ein Känguru!

Beim Legen ist es ratsam, Tiere der gleichen Tierart so zu legen, dass sie sich berühren bzw. zusammenhängende Flächen bilden, denn so sammelt man am meisten Punkte.

Ein Sonderfall tritt ein, wenn man nach 3 Mal Würfeln dennoch kein Tierplättchen vom Jeep nehmen bzw. bei sich platzieren kann. Dann muss man in den Beutel greifen und ein zufälliges Plättchen mit der Rückseite nach oben auf eines seiner Felder legen und dieses damit blockieren.

Auswerten

Man wertet immer gleich seinen Zug aus. Dies ist bei Outback besonders ausgeklügelt: für jedes gelegte Plättchen darf man mit dem der Tierart entsprechenden Marker eins vorrücken, wenn man aber die genannten Cluster bildet auch für jedes verbundene Tier der Tierart.

Hat man von einer Tierart 3 Plättchen im Gehege gibt es dafür Bonuspunkte. Besonders tricky ist aber auch der Fakt, dass man wieder bei 1 Punkt anfängt, wenn man mit einem Marker die linke obere Ecke umrandet, es aber wiederum im Hinblick auf die Endwertung sinnvoll ist, dies mit 2 Markern zu tun.

Spielende

Brettspiel Outback - Finaler Spielplan eines Siegers
So sah der Spielplan unseres ersten Siegers aus

Das Brettspiel Outback endet, wenn der erste Spieler seinen Spielplan voll hat. Dann wird diese Runde noch zu Ende gespielt. Nun kommt es zur Endauswertung: hierbei zählen auf der linken Wertungsleiste nur die unteren 3 Marker. Aus diesem Grund ist es durchaus sinnvoll, 2 Marker „um die Ecke zu bringen“.

Richtig fies wird es, wenn bestimmte Tierarten bei einem Spieler ganz fehlen, denn dafür gibt es jeweils 3 Minuspunkte und auch jedes geblockte Feld auf dem Spielplan bringt 2 Minuspunkte. Wer nach dieser Rechnung am meisten Punkte hat, trägt den Sieg davon.

Spielvariante Outback plus

Das Brettspiel Outback gibt es auch in einer zweiten, schwereren Variante, die mehr strategische Elemente einbringt. Ohne hier auf diese im Einzelnen einzugehen – der wesentliche Unterschied liegt darin, dass es stark darauf ankommt bestimmte Bonusplättchen zu erringen, die es jeweils nur einmal gibt und die man bekommt, indem man als Erster bestimmte Ziele erreicht. Sehr zu empfehlen ist diese Variante für reine Erwachsenenrunden bzw. generell für erfahrene Spieler, die sich beim Spielen mehr Strategie als Glück wünschen.

Bewertung und Fazit zum Brettspiel Outback

Brettspiel Outback - Eine Hand würfelt
Würfelglück ist zentral beim Brettspiel Outback

Outback hat uns von der Spielweise an das preisgekrönte Brettspiel Zooloretto (das strategische Platzieren von Tieren), aber auch an Kniffel (das mehrmalige Würfeln) erinnert. Aus der Kombination verschiedener bereits bestehender Ideen hat der Spielautor Michael Kiesling hier aber ein überzeugendes eigenes Spiel entwickelt.

Allein, dass man hier mit Tierwürfeln statt klassischen Zahlenwürfeln würfelt ist eine nette Idee und generell ist die Gestaltung des Spiels vor allem für Kinder sehr ansprechend.

Outback ist zudem gut geeignet um Kinder an strategische Spiele heranzuführen, denn die Regeln sind einfach zu verstehen und da das Glückselement in der normalen Spielvariante wichtig ist, kann jeder hier Erfolgserlebnisse haben. Zugleich ist Outback aber ein Spiel zum Mitdenken und schult somit strategisches Geschick.

Sehr gut gefiel uns auch, dass es noch eine schwerere Spielvariante gibt, bei der die Strategie noch wichtiger wird. Beide Varianten sind in sich stimmig entwickelt und wenn Kinder sich mit der normalen Variante unterfordert fühlen, bietet die Plus-Variante größere Herausforderung.

An der Spielanleitung ist zu loben, dass es gute Erklärungsbilder, etwa vom Spielaufbau und Beispiele für jede Spielsituation gibt. Preislich gehört Outback zwar nicht zu den super günstigen Schnäppchen, für ein brandneues Spiel mit 2 unterschiedlichen Varianten, die mehrmaligen Spielspaß bieten, sind die aktuell je nach Anbieter ca. 25 Euro aber völlig angemessen.

Fazit

Ein sehr schön gestaltetes, gelungenes, gut durchdachtes Familienspiel, das sich ein bisschen wie eine Mischung aus Zooloretto und Kniffel spielt und dank zweier Spielvarianten sowohl jüngeren Kindern, als auch älteren Mitspielern Spaß macht.

Bewertung
  • Idee
  • Ausstattung
  • Spielspaß
  • Anleitung
  • Preis / Leistung
4.2

Auf der Suche nach weiteren Brettspielen für die ganze Familie? Kennst du schon Zooloretto, Agentenjagd oder Würfelland?

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