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Der Kartograph ist ein Flip and Write-Spiel vom Pegasus Spiele-Verlag.

16. Mai 2020 - Anika Obermann

Der Kartograph – Zeichne das ruhmreichste Königreich | Rezension


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Karten, Stifte und eine leere Landkarte, die es gilt, klug für Königin Gimnax urbar zu machen.  Der Kartograph ist ein Flip and Write Spiel aus dem Rollplayer-Genre. Als Kartograph erschließt jeder taktisch seinen unbekannten Landstrich der nördlichen Reiche. Wer steigert seinen Ruhm am meisten?

Der Kartograph vom Pegasus Spiele-Verlag ist ein sogenanntes Flip and Write-Spiel: Wir decken Karten auf, treffen eine Entscheidung und malen das Ergebnis auf. Karten ersetzen beim Flip and Write-Spiel also die Würfel vom bekannten Roll and Write-Spiel.

Beim Kartograph ist die Grundidee des Spiels simpel: Wir sind Kartographen, die je nach zufällig  aufgedeckten Landschaften ihre Landkarte erschließen. Spielen kann man den Kartograph mit theoretisch unbegrenzter Spielerzahl sowie als Solospieler.

In den letzten zwei Jahren erlebte das Spielgenre der Flip and Write / Roll and Write-Spiele einen regelrechten Hype und es kamen viele Spiele dieser Art heraus wie Patchwork Doodle und Roll for Adventure. Bei diesen Spielen übernimmt der Zufall eine wichtige Rolle und sie sind im Feld der Familienspiele anzusiedeln. Im Unterschied dazu ist der Kartograph als Kenner-Spiel erschienen. Liegt hier das taktische Level tatsächlich höher?

Wird der Kartograph dem Anspruch gerecht, routinierte Spiele-Kenner von Beginn an zu begeistern?

Ist dieses Flip and Write-Spiel so gut durchdacht, dass der Reiz auch nach mehreren Runden nicht verfliegt?

Diese Fragen beantworten wir hier aus unserer Perspektive, stellen die wichtigsten Spielprinzipien vor und bewerten das Spiel im Fazit.

Hinweis zur Transparenz: Der Pegasus Spiele-Verlag hat uns freundlicherweise ein Rezensionsexemplar des Flip and Write Spiels Der Kartograph zukommen lassen. Diese Rezension ist jedoch unbezahlt und gibt unsere ehrliche Meinung wieder.

Der Kartograph im Überblick

  • Spieltyp: Flip and Write-Spiel, Taktisches Zeichen-Spiel, Kenner-Spiel
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Spieler: 1-100 Spieler
  • Dauer: 30-45 min.
  • Verlag der deutschen Ausgabe: Pegasus Spiele
  • Spielautor: Jordy Alan
  • Erscheinungsjahr: 2019
  • Spielziel: Ihr kartiert gleichzeitig jeder ein Stück unbekanntes Land. Dabei gilt es, die Grenzen klug zu ziehen, den Schaden durch Hinterhalte der Dragul bestmöglich zu minimieren und mit den meisten Ruhmpunkten zu siegen.

Pegasus Spiele 51310G - Der Kartograph
Eingängiges Spielprinzip mit Stift und Papier; Ein Spiel aus dem "Roll Player"-Universum; Für bis zu 100 Spieler
19,95 EUR
*

So wird Der Kartograph gespielt

Beim Spiel Der Kartograph zeichnet jeder Spieler sein Reich

Die Karten sind schnell aufgebaut

Zu Beginn bekommt jeder Kartograph eine Landkarte mit 11 x 11 Feldern, die bis auf Gebirgsfelder, matt aufgedruckte Ruinenfelder und ggf. Ödnisfelder leer sind. Dabei unterscheidet sich die Lage der vorweg aufgedruckten Gebirge, Ruinen und Ödnisse der Landkarten voneinander – jeder Spieler kartiert also ein unterschiedliches Stück Land der nördlichen Reiche.

Nun werden Karten ausgelegt: 4 Dekrete, in welchen Königin Gimnax verkündet welche Landschaften sie gerade besonders schätzt, darunter jeweils verdeckte Stapel mit 4 Wertungskarten und daneben Stapel mit 4 Jahreszeitenkarten. Nun platziert ihr neben den Jahreszeiten einen gut gemischten Stapel mit Erkundungskarten und darüber einen Stapel mit 4 Hinterhalt-Karten. Damit ist der Spielaufbau auch schon erledigt.

Spielablauf mit mehreren Kartographen

Beim Flip and Write Spiel Der Kartograph zeichnet jeder Mitspieler taktisch Formen wie bei tetris auf eine leere Landkarte.

Es empfiehlt sich beim Einzeichnen eine Taktik zu verfolgen

Nacheinander werden die 4 Jahreszeiten aufgedeckt, auf denen jeweils steht, welche Dekrete der Königin in dieser Runde gelten. Die Dekrete verkünden, welche Landschaften in dieser Jahreszeit besonders viele Wertungspunkte bringen. Sie sollte man sich gut einprägen. Nun geht das Erkunden los, indem Erkundungskarten aufgedeckt werden, jeder Kartograph greift gleichzeitig zum Bleistift, entscheidet sich für eine Landschaft bzw. Form gegebenenfalls mit Münze und zeichnet sie sie auf seine Landkarte ein. Die Formen erinnern an Tetris und man darf sie drehen und spiegeln beim einzeichnen.

Unter den Erkundungskarten befindet sich in der ersten Karte eine Hinterhaltskarte mit einem Monster. Wird diese aufgedeckt, gibt jeder Kartograph seine Karte an einen benachbarten Mitspieler und dieser darf nun in der vorgegeben Form Monster auf die Landkarte einzeichnen.  Außerdem gibt es noch besondere Erkundungskarten wie Ruinen, die mit zunehmend gefüllter Karte schwerer zu erfüllen sind.

Jede Jahreszeit verkündet mit einer Zahl an, wie viele Erkundungskarten aufgedeckt werden, bis sie vorbei ist und die Runde endet. Nach jeder Runde geht es an die Wertung, nach dem Winter kommt die finale Wertung.  Es gibt Punkte für das Erfüllen von jeweils 2 Dekreten, Münzen in der Schatztruhe und Minuspunkte für leere Felder neben Monstern, die zusammengezählt werden. Nachdem der Winter zu Ende ging siegt der Kartograph mit den meisten Ruhmespunkten.

Solovariante von Der Kartograph

Karten des Flip and Write Spiels

Hinterhalt! Die Draguls können den Sieg durchkreuzen

In der Solovariante verleiht man sich selbst keinen Titel sondern bekommt je nachdem wie ruhmreich man war, einen Titel von Königin Gimnax verliehen. Deckt man einen Hinterhalt auf, wird genau vorgegeben wie man diesen selbst einzeichnen muss. Bis auf die Berechnung des finalen Highscores unterscheidet sich der Spielablauf ansonsten nicht und vom Spielgefühl unterscheidet sich der Solomodus kaum von der Mehrspieler-Variante.

Die Fertigkarten-Erweiterung

Im Spiel befinden sich zusätzlich eine Mini-Erweiterung mit Fertigkeiten-Karten. Mit ihnen stehen noch mehr taktische Möglichkeiten zur Verfügung.

Bewertung und Fazit

Nach jeder Jahreszeit wertet jeder Spieler seine Punkte, am Schluss steht die finale Auswertung.

Wer siegt als ruhmreichster Kartograph?

Das ist ja wie Tetris!“ Ja und nein. Tatsächlich kommt ein bisschen Tetris-Feeling auf, wenn jeder Kartograph seine Landkarte mustert und auf den 11 x 11 Kästchen überlegt, welche der vorgegebenen Formen (Polyominos) und Landschaften er wo am besten einzeichnet. Aber es gilt noch mehr zu bedenken: der Zufall spielt beim Kartograph als unsichtbarer Entscheidungssteuerer mit und durch das Einzeichnen der Monster kommt beim Kartograph unberechenbare Interaktion ins Spiel.

Zu mehr als 8 Spielern würden wir das Spiel allerdings nicht spielen. Es wird dann einfach zu unübersichtlich auf dem Tisch. Optimal ist eine Spielerzahl von 1-6 Spielern.

Bewertung

Gesamtnote
exzellent

Pro und Contra

Der Kartograph kommt ohne großes Regelwerk aus, ist kurzweilig und man kommt wirklich schnell ins Spiel. Jede Partie verläuft anders durch die zufällige Auslage der Karten und die unterschiedlichen Landkarten. Das selbe Königreich wird vermutlich kein Spieler zweimal zeichnen und es macht richtig viel Spaß. Durch die Draguls, die Mitspieler in die eigene Landschaft einfallen lassen kommt auch ein wenig Interaktion ins Spiel. Denn selbstverständlich breiten sich die garstigen Monster genau dort auf der Landkarte aus, an denen man sie am wenigsten brauchen kann. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Mitspieler einem mit seinen Monstern einen Strich durch die Taktik macht und man strategisch umschwenkt im Spielverlauf. Das sorgt für zusätzlichen Spielspaß.

Jeder Mitspieler schlüpft in die Rolle eines Kartographen und gibt sich einen Namen, ein Wappen und einen Titel sowie vergibt einen Namen für seine Provinz. Diese liebevoll gestalteten Details zeichnen das gesamte Spiel aus. Es ist sehr gut durchdacht und beinhaltet eine Mini-Erweiterung, damit der Spielreiz um zusätzliche zufällige Wahlmöglichkeiten angereichert wird und sich die Optionen nicht schnell erschöpfen.

Das Art Work ist schön gestaltet und die Karten bestehen aus hochwertigen Material. Alles was man benötigt, inklusive 4 Bleistifte ist im Spiel enthalten. Bei diesem Spiel fällt es wirklich schwer, etwas zu bemängeln. Stifte in unterschiedlichen Farben als Beigabe anstatt der Bleistifte zum einzeichnen der Landschaften in verschiedenen Farben wären schön gewesen. Aber die kann man ja selbst ergänzen, wenn man möchte. 😉

Für wen lohnt sich das Flip and Write-Spiel Der Kartograph?

Für Vielspieler wie uns ist Der Kartograph eine echte Entdeckung. Gerade durch die vielen Möglichkeiten, unterschiedlich verlaufenden Partien und schnellen Spielrunden macht das Spiel richtig Spaß und wird noch bei vielen Spieleabenden auf dem Tisch landen. Die Grundregeln sind simpel und auch Anfänger können sofort losspielen!

Fazit

Interaktion, ein gut durchdachtes Spiel mit Zeichenspaß und Taktik, für das der Zufall die Karten jede Runde neu verteilt. Ein kurzweiliges Spiel für Zwischendurch, das trotzdem anspruchsvoll ist und taktische Tiefe mitbringt. Klare Kaufempfehlung!

Flip and Write und Roll und Write Spiele sind total dein Ding? Die Legenden von Andor könnten genau das sein, was du suchst. In unseren Spiele-Tipps rezensieren wir regelmäßig Spieleneuheiten und lohnende Entdeckungen. Auf Abenteuer Freundschaft gibt es außerdem noch jede Menge Ideen für Aktivitäten mit Freunden, Aktivitäten mit Kindern oder zu zweit zu entdecken.

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