Die besten 5 Trinkspiele mit Karten

Trinkspiele mit Karten gehören nicht ohne Grund zu den beliebtesten Spielen bei Partys oder in gemütlicher Runde. Die besten Trinkspiele haben wir euch in unserer Top 5 der Trinkspiele mit Karten zusammengestellt!

Warum Trinkspiele mit Karten?

Trinkspiele mit Karten sind sehr beliebt. Warum? Man braucht nur ein simples Kartendeck dafür und es gibt eine Vielzahl verschiedener Varianten! In dieser Hinsicht können wahrscheinlich nur Würfel-Trinkspiele mit ihnen mithalten.

Das Tolle: Trinkspiele für Karten gibt es mit jedem üblichen Kartenblatt, also beispielsweise einem Skatblatt (32 Karten), einem Pokerblatt (52 Karten) oder einem Rommé- bzw. Bridgeblatt (110 Karten) Außerdem gibt es Trinkspiele mit Karten für jeden Geschmack, weil die verschiedenen Trinkspiel-Varianten ganz unterschiedliche Fähigkeiten fordern. Manchmal brauchst du auch einfach pures Glück.

Bei einigen Karten-Trinkspielen, wie dem Kartenpusten geht es um Geschicklichkeit, bei anderen wie Hep Hep Hep um Schnelligkeit und Konzentration und wieder bei anderen muss man auch nachdenken und taktisch spielen. Eines haben die Trinkspiele mit Karten allerdings alle gemeinsam: mit zunehmendem Alkoholpegel macht man leichter einen Fehler und muss dann noch mehr trinken. Aber darum geht es ja… 😉

Unsere Top 5 Trinkspiele mit Karten

1. Arschloch – Das Trinkspiel für Gesellschaftskritiker

Trinkspiele mit Karten sind Durak oder Arschloch
Arschloch, Durak oder Duran

Spieler: 4 – 6

Zubehör: Skatblatt (32 Karten)

Empfohlenes Getränk: Da du, wenn du Pech hast und mehrere Runden lang das „„Arschloch“ bist, bei diesem Trinkspiel mit Karten unter Umständen ziemlich viel abbekommst, also trinken musst, empfehlen wir als Getränk Bier oder Wein in Schnapsgläsern als Trinkeinheit. Aber natürlich ist euch überlassen, auch mit Schnaps zu spielen… 😉

Geforderte Fähigkeiten: Taktik, Diplomatie, Glück

Am Anfang jeder Runde werden alle Karten gleichmäßig an die Mitspieler verteilt: bei 4 Spielern bekommt jeder also 8 Karten, bei 5 Spielern jeder 6 und bei 6 jeder 5, wobei dann 2 Karten übrig bleiben. Übrige Karten werden während dieser Runde verdeckt beiseite gelegt.

Reihum werden nun Karten mit dem Ziel ausgespielt, den Stich zu machen: also mit der höchsten Karte alle anderen Karten zu überbieten. Dabei zählt nur eine höhere Karte der gleichen Farbe (also Kreuz, Pik, Herz, Karo) als höher, Karten einer anderen Farbe als der zuerst Angespielten zählen nichts, also wie 0. Die einzige Ausnahme besteht, wenn ihr mit einer Trumpffarbe spielt. Aber dazu später mehr! Kann oder will man keine Karte dazu legen, darf man auch passen!

Beispiel 1

Anika spielt eine Kreuz-10, Basti legt einen Pik-Buben darauf. Ein Bube ist zwar höher als eine Zehn, aber da er eine andere Farbe (im Sinne von Kartensymbol!) hat, zählt er gar nichts. Clara passt, Daniel legt das Kreuz-As. Daniel hat den Stich gewonnen. Jeder gewonnene Stich wird zur Seite gelegt und der Spieler der ihn gemacht hat, darf als Nächster ausspielen, in diesem Fall also Daniel.

Ausspielen mehrerer Karten

Hält der Spieler, der an der Reihe ist, mehrere Karten mit dem gleichen Wert auf der Hand (also z.B. zwei 9en oder drei Könige, darf er diese auch zusammen ausspielen. Die nachfolgenden Spieler müssen dann jeweils genauso viele Karten hinlegen, und damit alle gespielten Karten überbieten um den Stich zu machen! Da das unter Umständen nicht so einfach ist, passiert es hier häufiger, dass alle anderen Spieler passen und der Spieler gleich nochmal an der Reihe ist.

Beispiel 2

Bastian spielt Pik-9 und Herz-9 aus. Clara und Daniel passen beide, aber Anika legt eine Pik-10 und eine Herzdame. Damit überbietet sie also beide angespielten Karten in der richtigen Farbe und der Stich gehört ihr. Wie ihr seht, müssen die überbietenden Karten aber nicht den gleichen Wert haben!

Ämtervergabe und Trinken

Die Grundidee hinter diesem Spiel besteht darin, in jeder Runde  eine hierarchische Gesellschaft zu erschaffen. So gesehen ist Arschloch das politischste aller Trinkspiele mit Karten.

Wer als Erster keine Karten mehr hat, wird zum Präsident ernannt der zweite ist Vize-Präsident, bei mehr als 4 Spielern bilden die ein oder zwei Spieler, die als Nächste fertig werden das Fußvolk. Der vorletzte Spieler bekommt die fragwürdige Ehre, das Vize-Arschloch zu sein, und wer dann noch übrig bleibt, ist das titelgebende Arschloch.

Und jetzt kommt die wirklich fiese Seite des Spiels, denn wie im wahren Leben, wird in Hierarchien immer nach unten getreten bzw. in diesem Fall zum Trinken aufgefordert. Jeder Spieler darf allerdings pro Runde nur einen anderen Spieler zum Trinken verdonnern, der in der Hierarchie unter ihm steht. Der Präsident darf also theoretisch jeden auffordern, der Vize-Präsident jeden, außer dem Präsidenten usw.

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Richtig garstig ist es, wenn man das Arschloch ist und alle höheren Ämter einen zum trinken auffordern, man also alles abbekommt. Und da es eben niemanden unter dem Arschloch gibt, kann dieses leider überhaupt nichts tun um sich zu revanchieren, außer auf einen Aufstieg in der nächsten Runde zu hoffen, denn die Ämter werden in jeder Runde neu vergeben.

Allerdings ist es so, dass es umso schwerer ist hochzukommen, je weiter unten man ist. Der Spieler, der gerade Arschloch ist, teilt in der nächsten Runde die Karten aus. Dann MUSS er seine beiden höchsten Karten dem Präsidenten geben, und bekommt von ihm zwei andere Karten dafür, die der Präsident aussuchen kann. Ebenso MUSS das Vize-Arschloch seine höchste Karte an den Vize-Präsidenten abtreten und bekommt von ihm eine seiner Karten zurück. Der Präsident eröffnet die neue Runde und spielt als Erster aus.

Zusatzregel – Trumpf festlegen: Ihr könnt zusätzlich auch eine Trumpffarbe festlegen, die alle anderen Farben sticht. Zieht dafür jede Runde vor dem Austeilen eine Karte und zeigt sie allen. Diese Farbe ist für die kommende Runde Trumpf.

Ein sehr ähnliches Spiel ist das russische Durak, in Polen auch als Duren bekannt. Die Regeln sind noch ein bisschen komplexer, aber man versteht dennoch sehr schnell das Spiel, und wenn man Arschloch schon kann, ist es umso leichter. Hier findet ihr eine ausführliche Erklärung der Regeln.

2. Königsbecher / King’s Cup – Das Trinkspiel für Fantasievolle

Eines der kreativsten Trinkspiele mit Karten ist Kings Cup
Wer leert den Königsbecher?

Spieleranzahl: 2 – beliebig

Zubehör: Romméblatt (110 Karten), Maßkrug oder anderes großes Glas

Getränk: Bier, Wein, Schnaps, Cocktails… es ist ganz euch überlassen!

Geforderte Fähigkeiten: Glück, Aufmerksamkeit, Fantasie

King’s Cup oder Königsbecher ist eines der Trinkspiele mit Karten, die sich aktuell größter Beliebtheit erfreut. Der Grund: es ist sehr einfach zu spielen, dabei aber extrem abwechslungsreich und lustig und fordert die Fantasie der Mitspieler. Also genau das richtige Trinkspiel für alle, die es fantasievoll mögen und das nicht nur wegen den Assoziationen zum Königsbecher wie Fantasy, König Artus und der Heilige Gral.

Zuerst sorgt ihr dafür, dass vor jedem Mitspieler ein Glas mit einem alkoholischen Getränk eurer Wahl steht. In die Mitte stellt ihr das größte Glas oder Gefäß, dass ihr zur Verfügung habt. Als ehemals in Bayern Wohnender empfehle ich ganz klar einen Maßkrug, oder einen Krug für eine halbe Maß! 😉

Dieses Gefäß ist dann – ja richtig: euer Königsbecher! Der bleibt anfangs allerdings leer und füllt sich erst im Laufe des Spiels. Der Spielablauf ist denkbar einfach: Von einem großen Stapel ziehen die Mitspieler reihum Karten, wobei jede Karte eine bestimmte Aktion bzw. Spielregel zur Folge hat. Oder ihr spielt dieses Trinkspiel so, dass immer derjenige, der zuletzt trinken muss, die nächste Karte zieht.

Die Karten haben folgende Wertigkeiten:

2 = Kategorie / Genre

Der Spieler, der eine 2 gezogen hat, sucht sich eine Kategorie bzw. ein Genre von Begriffen aus (z.B. Säugetiere, Popstars, Kleidungsstücke, Städte in Asien) und nennt selbst den ersten Begriff dazu. Also zum Beispiel: Säugetiere – Elefant, Popstars – Beyonce, Kleidungsstücke – Bluse, Städte in Asien – Peking. Nun müssen die Spieler reihum jeweils ebenfalls einen Begriff aus dieser Kategorie nennen. Wem keiner mehr einfällt, oder wer einen bereits genannten Begriff noch einmal nennt oder sich sonst wie vertut, muss einen Schluck trinken. Dann zieht der Nächste eine Karte.

3 = Was sich reimt ist gut

Wer eine 3 zieht, darf sich ein beliebiges Wort aussuchen (z.B. Hose) und nun müssen die anderen reihum jeder ein Wort nennen, das sich darauf reimt (z.B. Dose, Rose, Mimose) nennen. Wem nichts mehr einfällt oder einen Begriff wiederholt, muss trinken!

4 = Sphinx, Meister der Fragen, Questionmaster

Der Spieler, der eine 4 zieht wird zur „„Sphinx“ bzw. zum Meister der Fragen ernannt. Sobald er eine Frage stellt und jemand ihm antwortet, muss dieser trinken! Zunächst geht es also einfach damit weiter, dass die Mitspieler reihum Karten ziehen und die damit verbundenen Regeln ausgeführt werden. Die Sphinx kann und soll nun immer wieder versuchen, den anderen Mitspielern Fragen zu stellen. Wer aus Versehen darauf antwortet, muss trinken! Sobald ein anderer Spieler eine weitere 4 zieht, bekommt dieser den Titel der Sphinx.

5 = Tickende Zeitbombe

Wer eine 5 zieht, darf sich eine Zahl zwischen 3 und 9 und ein beliebiges Wort aussuchen. Nun wird reihum gezählt und das in einem gleichbleibenden Rhythmus wie das Ticken einer Uhr oder eben einer Zeitbombe! Jedoch muss bei jeder Zahl, die durch die ausgewählte Zahl teilbar ist, oder in der diese Ziffer vorkommt, nicht die Zahl sondern das Wort genannt werden. Beispiel: Alex hat eine 5 gezogen und wählt die Ziffer 4 und das Wort Porno. Jetzt wird reihum gezählt: 1, 2, 3, Porno, 5, 6, 7, Porno, 9, 10, 11, Porno, 13, Porno, 15, Porno, 17 usw. Wenn sich einer der Mitspieler vertut, oder nicht rechtzeitig die richtige Zahl bzw. Wort sagt, geht die Zeitbombe hoch: Derjenige muss trinken!

6 = Erlaubnis aufs Klo zu gehen

Egal ob Trinkspiele mit Karten oder ohne Karten – früher oder später sorgen sie bei jedem Spieler für Druck auf der Blase. Gemeinerweise darf man nicht jederzeit auf’s Klo, sondern nur wer eine 6 zieht, darf dann seinem Harndrang nachgeben. Absolute Notfälle sind natürlich von dieser Regel ausgenommen. 😉

7 = Selbst trinken

8 = Däumling, Daumenmeister, Thumbmaster

Wer diese Karte zieht wird zum Däumling, eine Rolle die vergleichbar mit der Sphinx bzw. dem Meister der Fragen ist. Der Däumling darf beliebig oft und nach Lust und Laune seinen Daumen auf die Tischkante legen. Dann müssen alle anderen ebenfalls ihren Daumen auf die Tischkante legen. Der Letzte, der es checkt, muss trinken.

9 = Selbst eine Regel ausdenken

Die 9 ist aus gutem Grund die beliebteste Karte bei diesem Spiel! Denn wer sie zieht, darf sich selbst eine beliebige Regel ausdenken, die dann das gesamte restliche Spiel über gilt.

Einige Vorschläge für Regeln:

  • Man darf keine Namen mehr nennen oder jeder muss mit Horst angeredet werden
  • Man darf auf Niemanden mehr zeigen. (Das ist besonders lustig, wenn man jemandem verdeutlichen möchte, dass er gegen eine Regel verstoßen hat und nun trinken muss. Denn dann muss man selbst ebenfalls trinken!
  • Vorm Trinken muss man aufstehen und sich im Kreis drehen
  • Vorm Aufnehmen jeder Karte muss man etwas Bescheuertes sagen
  • Man darf das Wort “trinken” nicht mehr sagen
  • Man muss mit der linken Hand trinken etc.

Eurer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt! Wer gegen eine aufgestellte Regel verstößt, muss trinken. Besonders lustig ist es, wenn schon mehrere 9en gezogen wurden, weil dann die Wahrscheinlichkeit steigt, dass jemand die ein oder andere vergisst und trinken muss.

10 = 10 Schlucke verteilen

Der Spieler darf an die übrigen Mitspieler zehn Schlucke verteilen. Hierbei gelten wie immer jegliche Regeln.

Bube = Alle Männer müssen trinken

Dame = Alle Frauen müssen trinken

König = Der Königsbecher wird gefüllt

Der Spieler füllt das große Glas in der Mitte mit einem beliebigen Getränk seiner Wahl, so dass es im Anschluss zu einem Viertel gefüllt ist. Der Spieler, welcher den zweiten König zieht, füllt das Glas bis zur Hälfte, der dritte zu drei Vierteln. Der vierte König muss seinen eigenen Glasinhalt dazukippen und das große Glas (den Königsbecher) leertrinken! Prooooost!!!

As = Alle müssen trinken

Joker = Joker 🙂

Joker dürfen wie auch bei anderen Kartenspielen für jede beliebige andere Karte eingesetzt werden.

3. Hep Hep Hep – Das Trinkspiel für flinke Finger

Trinkspiele mit Karten für Aufmerksame mit schnellen Fingern
Wie schnell und aufmerksam bist du?

Spieleranzahl: 3 – beliebig

Zubehör: Kartenspiel (beliebiges Blatt, idealerweise Romméblatt), Bierdeckel (1 weniger als es Spieler gibt)

Empfohlenes Getränk: Schnaps

Geforderte Fähigkeiten: Schnelligkeit, Aufmerksamkeit

Viele Trinkspiele mit Karten fordern von den Spielern Taktik und Überlegung, bei Hep Hep Hep dagegen braucht man ein aufmerksames Auge und Schnelligkeit. Alle Spieler bekommen 3 und ein Spieler 4 Karten ausgeteilt. In der Mitte des Tisches liegt ein Haufen Bierdeckel.

Die Spieler rufen gemeinsam im gleichen Rhythmus „„hep hep hep – hep hep hep – hep hep hep” Bei jedem „„hep hep hep“ muss derjenige, der gerade 4 Karten hat, die Karte an den Spieler links von sich weitergeben. Wer dabei zu langsam ist, Karten fallen lässt oder sich verspricht, muss trinken.

Das Ziel dabei ist es, 3 Karten gleichen Wertes zu sammeln, also 3 Asse, 3 Neunen oder 3 Buben. Sobald jemand 3 Gleiche hat, ruft er laut Stop und deckt seine Karten auf. Dann darf er sich einen Bierdeckel nehmen und ist für diese Runde fertig.

Eine Runde dauert so lange, bis alle Bierdeckel verteilt sind. Der Spieler, der in dieser Runde keinen Bierdeckel bekommen hat, muss jetzt 2 Schnäpse trinken. Der Spieler, der den niedrigsten Wert an gleichen Karten ausgelegt hat, muss immerhin 1 Schnaps trinken.

Tipp: Je schneller ihr Hep Hep Hep spielt, desto mehr Spaß macht das Spiel!

4. Flussfahrt – Das Trinkspiel für alle, die Rache süß finden

Trinkspiele mit Karten flussauf und flussabwärts
Beschwippste Flussfahrt

Spieleranzahl: 2 – beliebig

Zubehör: Romméblatt (110 Karten)

Empfohlenes Getränk: Schnaps

Geforderte Fähigkeiten: Glück, Diplomatie

Flussfahrt, auch bekannt als Up and Down the River ist eines der einfachsten und dabei effektivsten Trinkspiele mit Karten. Jede Runde besteht aus 2 Phasen, in denen ihr als Spieler den Fluss erst hoch und dann wieder hinab fahrt. 

Ihr mischt alle Karten und teilt jedem Spieler 4 Karten aus, die man offen vor sich auf dem Tisch legt. Die restlichen Karten legt der Geber auf einen Stapel und dann geht die Flussfahrt los! Der Geber dreht eine Karte vom Stapel um, und legt diese ebenfalls offen auf den Tisch. Jeder Mitspieler, inklusive dem Geber, der eine Karte mit dem gleichen Wert (Farbe spielt keine Rolle) vor sich liegen hat, muss jetzt trinken. Wer sogar mehrere Karten hat, muss entsprechend oft trinken.

Beispiel

Anika ist Geberin und deckt eine 7 auf. Basti hat keine 7 und bleibt verschont. Clara hat zwei 7en, dementsprechend heißt es für sie gleich 2 mal Prost!

Insgesamt werden vom Geber 4 Karten vom Stapel aufgedeckt. Danach fährt man den Fluss wieder herunter, das heißt es werden nochmal nacheinander 4 Karten aufgedeckt. Dieses Mal aber flussabwärts und das heißt: mit veränderten Regeln. Wer flussabwärts eine Karte mit dem gleichen Wert vor sich liegen hat, wie die vom Geber gezogene Karte, der darf pro Karte einen Mitspieler bestimmen, der trinken muss. Da kriegen es meistens die Spieler ab, die flussaufwärts das Glück gepachtet hatten.

Dieses Spiel ist eines der gehässigsten Trinkspiele mit Karten, weil man beim Spielen seine Rache ausleben kann. Denn wenn man auf der Flussfahrt flussabwärts Glück hat, kann man seinen Mitspielern ordentlich zusetzen.

5. Hirnschaden – Das Trinkspiel für irre Genies

Trinkspiele mit Karten zum mitrechnen
Wie nah an der 7,5 bist du?

Spieleranzahl: 3 bis 8

Zubehör: Pokerblatt (52 Karten) minus 10 Karten (siehe Anleitung unten)

Getränk: Schnaps

Geforderte Fähigkeiten: Taktik, Glück

Zur Vorbereitung müsst ihr zunächst aus einem Pokerblatt (52 Karten) einige Karten entfernen: alle 8en, 9en und die beiden roten 10en. Die restlichen Karten verbleiben im Spiel.

Werte der Karten bei Hirnschaden

Bube, Dame, König: jeweils 0,5 Punkte

As: 1 Punkt

2-7: den jeweiligen Kartenwert

10: einen beliebigen Wert (Joker)

Die Karten werden gemischt und es wird ein Geber bestimmt. Das Ziel des Spiels ist es, einen Wert möglichst nahe der Zahl 7,5 zu erreichen. Der Geber teilt jedem eine Karte aus. Jeder Mitspieler schaut sich seine Karte an und darf beliebig viele Karten nachfordern. Die Karten dürfen allerdings insgesamt nicht die 7,5 übersteigen. Ist der Wert höher, muss der Spieler sofort seine Karten aufdecken und hat verloren. Er muss 1 Schnaps trinken.

Versäumt er es, dies mitzuteilen, muss er am Ende beim Aufdecken gleich 2 Schnäpse trinken. Wenn ein Spieler keine Karten mehr möchte, fängt der Geber selbst an, vom Stapel beliebig viele Karten aufzudecken. Übersteigt sein Wert 7,5, hat er verloren und muss trinken. Wenn er näher an der 7,5 ist, als der Spieler, muss dieser trinken. Haben beide den gleichen Wert erreicht, müssen beiden trinken.

Die Runde ist zu Ende, wenn der Geber mit jedem Mitspieler gespielt hat. Es wird ein neuer Geber bestimmt. Wir spielen Trinkspiele mit Karten, bei denen es einen Geber gibt meist so, dass jemand der noch nicht oder nur wenig trinken musste, der nächste Geber ist. Dieser muss in einer Runde statistisch viel öfter trinken, als die anderen Mitspieler. Aber natürlich könnt ihr auch der Reihe nach gehen.

Wichtig: Trinkspiele mit Karten können verdammt viel Spaß machen und genau darum sollte es auch gehen. Wenn ein Mitspieler genug getrunken hat, oder keinen Spaß mehr daran hat, sollte er aussteigen dürfen.

Ihr habt unsere Top 5 Trinkspiele mit Karten alle ausprobiert und sucht noch mehr Tipps für gute Trinkspiele? Dann findet ihr hier unsere Top 5 der Würfel-Trinkspiele!