Motto kochen mit asiatischen Speisen

Exotisch, lauwarm, & asiatisch: diese Woche hatte es beim Motto kochen über 30 Grad! Schon bevor das Motto klar war, stand deswegen fest: das Essen muss kalt oder lauwarm am Besten schmecken. Diese Variation koreanischer Teigtaschen schlug ein wie eine Bombe!

  • Motto Kochen: Knackig und süß-sauer
  • Vorspeise: Gedämpfte koreanische Sommer-Mandu süß-sauer
  • Hauptgang: knackiger, zitroniger Glasnudelsalat
  • Getränk: Süß-saurer Reiswein

Jede Woche gibt es bei uns einen Koch-Battle der besonderen Art: das Motto Kochen. Bei dieser Koch-Challenge bekommen zwei Freunde ein Motto vorgegeben, das sie versuchen bestmöglich kulinarisch umzusetzen. Die beiden Freunde, die sich das Motto ausdachten steuern das Getränk zum Motto bei. Beim gemeinsamen Schlemmen entscheidet sich dann: wie gut war das Team diese Woche im Motto kochen?

1. Das Motto – Asiatisch und sommerlich beim Motto kochen

Das Motto diese Woche war eigentlich nicht schwer umzusetzen. Ein knackiges, frisches Gericht mit viel Gemüse passend zu den heißen Temperaturen und eine davor eine süß-saure Vorspeise. Wie viele assoziiere ich mit dem Begriff „„süß-sauer“ sofort Asien. Die Küche der meisten asiatischen Länder beinhaltet knackiges, kurz angebratenes Gemüse. Also stand von Anfang an fest: beim Motto kochen mit dem Motto knackig und süß-sauer kommt ein asiatisches Gericht mit einem hohen Anteil an frischen Zutaten auf den Tisch.

Motto kochen ist bei uns auch immer eine Koch-Challenge, da wir alle einen hohen Anspruch an das kulinarische Ergebnis haben. Außerdem versuchen wir uns oft an eigenen Gerichten, die man noch nie zuvor gekocht hat. Diese Woche betrat ich bei meinen beiden Speisen kulinarisches Neuland: meine ersten asiatischen Teigtaschen und mein erster lauwarmer Glasnudelsalat standen auf dem Programm. Da ich ein großer Fan des Crossover Cooking bin, bei dem man typische Elemente der Küchen aus unterschiedlichen Ländern frei kombiniert, beschloss ich kein rein thailändisches oder koreanisches Essen zu kochen.

Mein erster Weg führte mich in einen großen asiatischen Supermarkt. Dort kaufte ich meine asiatischen Zutaten und entschied spontan vor Ort, welches knackige Gemüse mir am besten für meine asiatische Sommerkomposition gefiel. Allein wegen der Auswahl lohnt es sich dort einzukaufen! Im asiatischen Supermarkt gibt es außerdem viele frische Kräuter und exotische Zutaten wie Bananenblüten und die Stinkfrucht, die man sonst nirgendwo bekommt.

2. Vorspeise: koreanische Sommer-Mandu süß-sauer

Gedämpfte Mandus beim Motto Kochen
Gedämpfte koreanische Teigtaschen

Mandu sind traditionell koreanische Teigtaschen mit einer Hackfleisch- oder Gemüse-Füllung. Diese Teigtaschen kann man dämpfen, anbraten, kochen oder frittieren. In koreanischen Restaurants werden gebratene Mandu oft als Vorspeise mit Sojasoße angeboten. Im asiatischen Supermarkt gibt es im Tiefkühlregal Päckchen mit Nudelplättchen, so genannten Wan Tan zu kaufen. Ich habe für vier Personen eine Packung mit 250g viereckigen Nudelplättchen verwendet. Diese Nudelplatten gibt es in unterschiedlichen Größen und Formen.

Für die Füllung beschloss ich, mit der koreanischen Tradition zu brechen und keine reinen Fleisch- oder Gemüsetaschen zu kochen. Passend zum Motto sollte auch die Füllung meiner koreanischen Mandu sommerlich, knackig und frisch sein. Ich entschied mich für eine Mischung aus gemischten Hackfleisch, knackigen Mungobohnensprossen, Pak Choi, Frühlingszwiebeln und Zitronengras. Meine Sommer-Mandu werden in einer leckeren Brühe gedämpft.

Zutaten:

Für die Sommer-Mandu

  • 250 g viereckige Wan Tan Teigblätter (Tiefgekühlt)
  • 250 g Pak Choi
  • 150 g Mungobohnensprossen
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 300 g gemischtes Hackfleisch
  • 1 EL Erdnussöl (alternativ: Sesamöl)
  • 1 EL Sojasauce
  • Stück Ingwer (ca. 1 cm x 1 cm x 1 cm)
  • 1 Stange Zitronengras
  • Salz, Pfeffer, Chilli
  • 3 EL Öl zum braten

Für die Brühe

  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Zwiebel
  • Stück Ingwer (ca. 2 cm x 2 cm x 2 cm)
  • 1 EL Sojasauce

Zubereitung:

koreanisches Motto kochen mit Wan Tans
Wan Tans mit 1 EL Füllung

Das Wan Tan-Paket aus dem asiatischen Supermarkt beinhaltet hauchdünne Nudelplättchen, die schnell austrocknen. Deswegen lässt man sie am besten unter einem feuchten Tuch auftauen. Anschließend löst ihr die Plättchen mit einem Messer und legt die Nudelplatten in Reihen auf Backpapier.

Für die Füllung wascht ihr das Gemüse, lasst es gut abtropfen und hackt Pak Choi, Mungobohnensprossen und Frühlingszwiebeln klein. In einer Schüssel Hackfleisch und fein gehackten Knoblauch zusammen mit Sojasauce, Erdnussöl , Ingwer, Zitronengras, Salz, Pfeffer und Chillipulver abschmecken. In einer Pfanne das Hackfleisch in 3 EL Öl krümelig braten, dann das gehackte Gemüse dazu geben und ca. 5 Minuten mitgaren. Wenn zu wenig Flüssigkeit in der Pfanne ist, ein wenig Wasser zugeben. Nun auf eine Hälfte der Wan Tan Teigblätter je einen TL der Füllung geben. Die Seiten mit Wasser bestreichen, die andere Hälfte über die Füllung klappen und die Seiten der Teigtaschen andrücken.

In einer Pfanne die Brühe mit der kleingeschnittenen Zwiebel, Ingwer-Stückchen und Sojasauce erhitzen und abgedeckt 5 Minuten kochen lassen. Nun die Teigtaschen in die Pfanne geben und weitere 5 Minuten leicht kochen lassen, bis sie gar sind. Zu den Mandu habe ich süß-sauer-Dip zum hineintauchen sowie Sojasauce gereicht.

Tipp: Richtet die fertigen gedämpften Taschen sofort auf den Tellern an – wenn ihr sie auf eine Servierplatte stapelt, verkleben sie und lassen sich nicht mehr gut voneinander lösen!

3. Hauptgang: Knackiger asiatischer Glasnudelsalat

Asiatischer Glasnudelsalat beim Motto kochen
Asiatischer Glasnudelsalat: erfrischend zitronig und am besten lauwarm

Für den Hauptgang wollte ich einen knackigen, leichten Salat mit viel frischem Gemüse der trotzdem sättigt und gut mit der Vorspeise harmoniert. So wählte ich die gleichen Grundzutaten wie für die Füllung der Sommer-Mandu und ergänzte sie mit weiteren frischen Zutaten. Bevor es losgehen konnte, kämpfte ich ziemlich lange mit den meterlangen, störrischen Glasnudeln aus dem XXL-Paket um sie in kochendem Wasser baden zu schicken… 😉

Die Zubereitung habe ich so getaktet, dass der Glasnudelsalat lauwarm ist, wenn er fertig ist. So schmeckt er meiner Meinung nach am Besten, gerade an heißen Sommertagen.

Zutaten:

  • 200 g Glasnudeln
  • 2 EL Erdnussöl (oder Sesamöl)
  • 200 g gemischtes Hackfleisch
  • 5 EL Brühe (ideal: Reste der Mandu-Brühe)
  • 9 EL Zitronensaft
  • 7 EL Fischsauce
  • 2 EL Sojasauce
  • 3 EL Sambal Olek (scharf!)
  • 2 cm-Stück Ingwer
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 2 kl. Zwiebeln
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 300 g Pak Choi
  • 150 g Karotten
  • 2 Stangen Zitronengras
  • 3 EL frischer Koriander
  • 100 g Gehackte Erdnüsse
  • Zucker
  • Pro Person 2 Salatblätter zum anrichten

Zubereitung:

Wasser zum Kochen bringen und die Glasnudeln in einer Schale mit dem Wasser übergießen. Die Glasnudeln ca. 10 Minuten ziehen lassen, dann das restliche Wasser abgießen und die Nudeln beiseite stellen.

Das Zitronengras, die Zwiebeln und Frühlingszwiebeln in kleine Stücke schneiden. Den Pak Choi in ca. 1 cm dicke Streifen schneiden, die Karotten in schmale Stifte schneiden. Knoblauch und Ingwer fein hacken und zusammen mit dem Hackfleisch kurz in der Pfanne anbraten. Die Brühe dazu geben und garen, bis das Fleisch durch ist. Die inzwischen nur noch lauwarmen Glasnudeln mit einer Schere in maximal 7 cm lange Stücke schneiden.

Das Hackfleisch und das gehackte Gemüse zu den Glasnudeln geben und unterheben. Zitronensaft, Fischsauce, Sojasauce und Sambal Olek in einer Schale miteinander verrühren und über die Glasnudeln geben. Die Erdnüsse in einer Pfanne kurz anrösten, mit dem gehackten frischen Koriander vermischen und zu den Glasnudeln geben. Unterheben und abschmecken. Durch den Zitronensaft schmeckt der Salat säuerlich frisch – wer es etwas süßer mag kann die Säure mit etwas Zucker ausgleichen.

Auf jeden Teller zwei Salatblätter legen und den Glasnudelsalat anrichten. Mit gehackten Erdnüssen und Koriander verzieren.

Tipp: Ich wollte diesen Salat eigentlich mit je einer Tigergarnele als Topping garnieren. Im Eifer des Kochens, habe ich die Krustentiere aber einfach vergessen. Lecker war es trotzdem!

 맛있게 드세요 oder Guten Appetit! 🙂

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