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Burgenwelt Ehrenberg bei Reutte in Tirol

2. Januar 2021 - Anika Obermann

Burgenwelt Ehrenberg in Tirol – Eine märchenhafte Winterwanderung ins Mittelalter


in

Winter
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Mystisch, märchenhaft, majestätisch. Die Burgenwelt Ehrenberg in Tirol ist ein echter Top-Tipp für eine Winterwanderung und eines der bedeutendsten Festungsensembles Mitteleuropas. Das erwartet dich.

Als wir auf den Parkplatz vor dem Museum und der Klause fahren, schneit es in dicken Flocken. Die vielen Parkplätze sind beinahe leer. Fast schon künstlerisch streckt ein bis zur Hüfte eingeschneiter Holzbär auf einem kleinen Spielplatz seine Tatze nach den Schneeflocken aus. Nichts bereitet uns darauf vor, dass dieser Ausflug heute zur Burgenwelt Ehrenberg in Tirol die schönste Winterwanderung des Jahres wird.

Einst war das Festungsensemble der Burgenwelt Ehrenberg eines der bedeutendsten Mitteleuropas. Es galt als unneinnehmbar und war eine wichtige Zollstation. Der Mittelpunkt des Ensembles ist die Burgruine Ehrenberg. Sie wird nur überragt von der barocken Festung Schlosskopf, befestigt von Fort Claudia und zum Tal abgesperrt von der Ehrenberger Klause.

Ausflugs-Tipp mit Kindern: Für Kinder ist hier viel geboten! Es gibt beim Schlossanger einen schönen Abenteuerspielplatz, einen Burgenspielplatz in der Klause Ehrenberg und für die Wanderung zur Burg Ehrenberg und zum Schlosskopf sollte sich jedes Kind im Museum mit einem Schatzkartenheftchen ausstatten. Los geht die spannende Schatzsuche nach dem magischen Ehrenberg-Schwert (Dauer: 1,5 Stunden) und zur Schatzsuche nach dem sagenhaften Schlossberg-Schatz (Dauer: 2,5 Stunden)! Nach der Rückkehr gibt es dann im Besucherzentrum für jedes vollständig beklebte Schatzheft den Schatz. 🙂

Die Burgenwelt Ehrenberg in Tirol – 4 Festungsanlagen erwarten dich

Pranger als Fotomotiv mit der Kulisse der Burg Ehrenberg

Pranger standen im Mittelalter gewöhnlich auf dem Marktplatz

Für einen atemberaubenden Winterausflug braucht es keinen klaren, blauen Himmel und packt man sich warm genug ein, stört auch dichter Schneefall nicht. Ganz im Gegenteil! Das Schneetreiben sorgt für eine ganz besondere Stimmung, hüllt Wanderwege, Natur und Burgruinen in einen mystischen Schneenebel und verschlägt einem mit seiner Schönheit den Atem. So ging es uns bei unserem Aufstieg zur Burg Ehrenberg und zur Festung Schlosskopf.

Insgesamt besteht die Burgenwelt Ehrenberg in Tirol  aus einem Ensemble mit 4 Festungsanlagen:

  • Burgruine Ehrenberg
  • Festung Schlosskopf
  • Ehrenberger Klause
  • Fort Claudia.

Alle 4 Anlagen kann man besichtigen. Für einen Tagesausflug waren zwei für uns genau richtig.

Die Burgenwelt Ehrenberg bietet dem Besucher zusätzlich zur schönen Natur noch mehr: von einer Hängebrücke, die über das Lechtal führt bis zum kostenlosen Angebot, sich auf eine Reise ins Mittelalter zu begeben. Familien und Kinder können zu einer echten Schatzsuche aufbrechen.  Was alles kostenfrei angeboten wird und welche Kosten für was anfallen, sowie ob sich das kulturelle Angebot lohnt, erfährst du in meinem Erlebnisbericht.

Ausgangspunkt Ehrenberger Klause

Bei der Einfahrt durch das Tor der Ehrenberger Klause auf die großzügig angelegte Fläche mit mehreren Parkplätzen stehen mehrere Gebäude. Neben der Toilette und Möglichkeiten zur Einkehr gibt es dort auch ein interaktives Museum mit authentischen Requisiten (wir haben es allerdings nicht besucht und ich kann nicht mehr darüber berichten).

Die ab 1480 erbaute Ehrenberger Klause ist zentraler Ausgangspunkt zu allen Attraktionen und diente als militärische Verteidungsanlage und als Zollstation aber auch zum Lagern von Handelsgütern.

Direkt neben dem Besuchszentrum schlängelt sich der gut befestigte Wanderweg den Berg hoch. Er gabelt sich nach etwa 15 Minuten Fußmarsch in die zwei Wege zur Burg Ehrenberg und zur Festung Schlosskopf und ist gut ausgeschildert.

Als barrierefreie Alternative zur Wanderung kann man dort auch in einen Schrägaufzug steigen und die 100 Höhenmeter bis zum Portal des Hornwerks am Schlossanger bewältigen. Die Fahrt kostet für Erwachsene ab 15 Jahren 7 € und man kann so die Hängebrücke highline179 erreichen und den Blick von der Aussichtplattform über das Tal genießen.

Winterwanderung zum Schlossanger

Graf Meinhard II. von Tirol erbaute Burg Ehrenberg im Mittelalter

Graf Meinhard II. von Tirol, der Erbauer der Burg Ehrenberg

Der Wanderweg ist leicht zu begehen und dauert zur Burg Ehrenberg etwa 30 Minuten. Am Wegesrand gibt es regelmäßig Tafeln mit Sagen und Geschichten, die zwar eigentlich für die Schatzsuche benötigt werden aber auch so ganz unterhaltsam sind.

Im Hornwerk am Schlossanger (ein Artellarietorwerk) den man durchwandert, lohnt es sich die kostenlose Ausstellung „Angriff und Verteidigung“ zu besichtigen. Sie ist wirklich gelungen und jeder kann sich die passende Dosis Geschichte in Information anlesen und anschauen. In den ehemaligen Geschützstellungen (Kasematten) erwarten einen Schautafeln, ein Film, sowie Repliken wichtiger Schuss- und Wurfwaffen aus dem 13. bis 18. Jahrhundert. Es gibt viele Schautafeln mit gut aufbereiteten Informationen – es ist sozusagen das Eintrittstor in die Zeitreise ins Mittelalter.

Aufstieg zur Burg Ehrenberg

Wanderung in der Burgenwelt Ehrenberg im Winter

In der Ruine muss man im Winter aufpassen, wo man hintritt

Hinter dem Schlossanger thront nun schon auf einer Erhebung majestätisch die Burg Ehrenberg. Bei unserem Besuch  war sie halb verschluckt vom Schneenebel und sah mystisch, geheimnisvoll und irgendwie genau so aus, wie man sich eine mittelalterliche Burg vorstellt. In meiner Vorstellung sind Burgen immer zugig, irgendwie gespenstisch, verlassen und verströmen eine Atmosphäre des längst Vergangenen. Sie ist die älteste Burganlage der Burgenwelt Ehrenberg.

Nach dem Schlossanger liegen noch ein schöner Abenteuerspielplatz und ein Pranger (mittelalterlicher Block, an dem Straftäter für das Volk zur Schau gestellt wurden) für fotografische Andenken. Nach weiteren 10 Minuten Wanderung passiert man die erste Burgmauer der Burg Ehrenburg. Nun kann man nach Lust in Laune die Burg erkunden und dabei so viel Wissen tanken wie man möchte. Auf Schautafeln kann man alles Wichtige über die Funktion der verschiedenen Gebäudeteile der mittelalterliche Burg erfahren, die Graf Meinhard II. von Tirol ab 1290 erbaute.

Verlassen und frisch eingeschneit, nur unsere Fußspuren in der dicken Schneedecke. Außer der kulturellen Entdeckungstour haben wir hier viel Zeit damit verbracht, unglaublich romantische Ecken der Burg zu entdecken, eine kleine Fotosession gemacht und es war so schön, dass wir beschlossen gleich zur Festung Schlosskopf auf der höher gelegenen Bergspitze nebenan zu wandern.

Die Hängebrücke highline 179 und Fort Claudia

Eine weitere Attraktion der Burgenwelt Ehrenberg ist die Hängebrücke highline 179, die über über die sich seit 2014 über das Tal spannt

Die Hängebrücke highline 179 ist 406 m lang

Bei unserem Besuch war keine Sicht vorhanden und die highline 179, eine Fußgängerhängebrücke im Tibet-Style in 114 m Höhe verschwand im wahrsten Sinne im Nichts. Das sah zwar großartig mystisch und geheimnisvoll aus, wenn Besucher vom Schneegestöber verschluckt wurden, Sicht hatte man aber natürlich keine. Bei guter Sicht kann man auf der highline 179 auf 406 m die namensgebende Bundesstraße 179 überqueren und wird mit einem atemberaubenden Panoramablick auf die Berge und den Talkessel Reutte belohnt.

Nachdem man die Hängebrücke überquert hat erreicht man nach etwa 10 Minuten das Fort Claudia auf dem Falkenberg. Das 16. und 17. Jahrhundert war eine Zeit voller kriegerischer Ereignisse. Sie veranlassten Landesfürstin Claudia de Medici ab 1639 die barocke Kaserne zu bauen. Einst flogen dort Kanonenkugeln zwischen den Talseiten hin und her, heute verbindet die Hängebrücke beide Anlagen.

Festung Schlosskopf – Aufstieg zur jüngsten Anlage der Burgenwelt Ehrenberg

Teil des Ensembles der Burgenwelt Ehrenberg ist die Festung Schlosskopf

Wurde nie im Kampf erprobt – Die Festung Schlosskopf

Hinter der Wiese beim Schlossanger führt ein schmaler Wanderweg steil den Berg hinaus zur Festung Schlosskopf auf dem Hornberg. Bei dichtem Schneefall waren Weg und Wegweiser eingeschneit und wir haben sie nur durch einen glücklichen Zufall entdeckt! Lässt man sich Zeit und wandert gemütlich, benötigt man etwa 45 Minuten für den steilen Aufstieg. Der Weg ist schmaler, streckenweise durchzieht ihn ein dickes Wurzelgäst. Die Zweige im Wald biegen sich unter der Last des Schnees und werden immer wieder von lichten Stellen durchbrochen, die einem einen tollen Blick zur Ehrenberg bieten. Märchenhaft schön ist dieser steile Weg.

Der Hornberg ist etwa 150 m höher als der Ehrenberg und von dort lohnt sich der Blick von den Aussichtsplateaus über das Tal und die Berge. Mit etwa 200m Länge und 40-70 Breite ist die Festungsanlage beeindruckend groß, wenn man bedenkt dass sie schon 1782 etwa 40 Jahre nach ihrer Fertigstellung aufgelassen wurde. Der Schlosskopf kam niemals militärisch zum Einsatz!

Wie die Burg Ehrenberg ist auch die Festung Schlosskopf großzügig mit Info-Tafel ausgestattet und man kann soviel Geschichte und Ruinenflair aufnehmen, wie man möchte. Wir haben damit sehr viel Zeit zugebracht, da die frisch eingeschneiten Burgen mit vielen Fotomotiven einfach traumhaft schön waren.

Auf der Festung Schlosskopf lassen Repliken von Kanonen die zeit der Burgen wieder lebendig werden

Kanone und Kanoniere auf der Festung Schlosskopf

Burgenwelt Ehrenberg – Fakten & Preise

Website: www.ehrenberg.at

Ticket-Preis Berg- & Talfahrt Ehrenberg-Liner (Schrägaufzug): 7 € Erwachsene | 5 € Kinder

Ticket-Preis highline179: 8 € Erwachsene | 5 € Kinder

Ausstellung „Angriff und Verteidigung“ im Schlossanger: kostenlos

Besichtigung Burg Ehrenberg, Festung Schlosskopf, Fort Claudia: kostenlos

Was verschlägt einer Berlinerin nach Tirol? Die Natur, das gute Essen und die Kultur! Auf  unserem Freizeitideen-Blog findest du bislang zwar vor allem Erlebnis-Tipps für Berlin, es gibt aber auch schon meine Tipps für besonders schöne Ausflugsziele im Allgäu im Winter und viele örtlich ungebundene Tipps und Ideen für Freizeitaktivitäten zu zweit, mit der Familie und Freunden.

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