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Postermotiv per se - der Eibsee unterhalb der Zugspitze ist einer der Ausflugsziele in Oberbayern, das man niemals vergisst

4. Juni 2022 - Anika Semmer

20 Ausflugsziele in Oberbayern, die man im Leben gesehen haben muss


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Ausflugs-Tipps für Berlin und Deutschlandweit
Action & Ausflüge

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Atemberaubende Schluchten, mystische Seen und Berge, prächtige Schlösser, urige Orte. Diese Ausflugsziele in Oberbayern zählen zu den schönsten Orten in Deutschland und sind meine absoluten Favoriten und Geheimtipps.

Verwunschene Seen, tosende Schluchten, Deutschlands höchster Gipfel und der berühmt-berüchtigte Watzmann. Mehrere der beeindruckendsten Ausflugsziele in Oberbayern führen in beeindruckende Naturlandschaften. Ist man in der richtigen Jahreszeit am perfekten Tag da, können sie so beeindruckend sein, dass sie sich für immer ins Gedächtnis einprägen und die Augen zum Leuchten bringen: so ging es mir mit der Partnach-Klamm, der Wanderung, einem Aufstieg auf die Zugspitze und dem Eibsee.

Kulturell habe ich mich auf die beeindruckendsten Bauwerke, die ich selbst besucht habe, beschränkt und das war gar nicht einfach. Alle sind eingebettet in eine bombastische Kulisse wie Schloss Linderhof, Herrenchiemsee am namensgebenden See oder das wunderschöne Kloster Andechs.

In der Mitte des größten bayerischen Bezirks liegt die Landeshauptstadt München, die “Weißwursthauptstadt”, von der man alle die hier aufgeführten Ausflugsziele in Oberbayern als Tagesausflug ansteuern kann. Ich habe 4 Jahre in München gelebt und die Stadt ist für mich rein von der Lage gesehen die lebenswerteste Stadt in ganz Deutschland. Sie bietet ungemein viel Sehenswertes – und da spreche ich nicht nur von den bekannten Sehenswürdigkeiten Marienplatz, Viktualienmarkt, Schloss Nymphenburg, Olympia-Gelände, englischen Garten, der prächtigen Asamkirche und mindestens einem urigen Braukeller.

München wird aber in dieser Auflistung nur als eines der Ziele aufgeführt – die Stadt bietet so viel, das wir dafür einen eigenen Artikel verfassen müssen, der dann auch ein paar echte persönliche Geheimtipps enthält. 🙂

20 Ausflugsziele in Oberbayern – Favoriten und Geheimtipps einer Ex-Münchnerin

Echt Bayern – das ist Oberbayern. Das geht mit dem Dialekt, der Tracht und Kultur los und wird noch wunderbar gelebt in urigen Dörfern mit Zwiebeldächern und Lüftlmalerei wie Oberammergau mit seinen berühmten Festspielen. Zünftige Biergärten und rustikale Brauereien mit deftiger Kost, die auf eine lange Geschichte zurückblicken machen die oberbayerische Lebenskultur aus. Und dann liegen in Oberbayern beeindruckende Naturschauplätze, Sehnsuchtsziele, direkt vor der Haustür mitten in Deutschland.

Oberbayern grenzt an Österreich im Süden und Osten, an Niederbayern und die Oberpfalz im Nordosten, im Nordwestern an Mittelfranken und am Westen an Schwaben, das auch das Allgäu miteinschließt.

Die 20 sehenswertesten Ausflugsziele in Oberbayern starten mit München, und bewegen sich zuerst von München immer weiter weg nach nach Nordwesten und zum Schluss nach Südwesten und Süden nah an die Grenze zu Österreich.

1. München – Highlights für einen Wochenendtrip in der Weißwursthauptstadt

Die Landeshauptstadt München ist eines der Ausflugsziele in Oberbayern, das man einmal im Leben besucht haben muss.

Eines der Ausflugsziele in Oberbayern, das nicht nur Fußballfan-Herzen höher schlagen lässt ist München

München bei schönem Wetter, das bedeutet: unbedingt im Biergarten im Flaucher einkehren und die Füße in die Isar hängen lassen. Wer zum ersten Mal die bayerische Hauptstadt besucht, sollte am besten einmal vom Stachus durch die Fußgängerzone vorbei an der Frauenkirche, über den Marienplatz mit dem Wurmeck zum Lueg ins Land oder Odeonsplatz gehen. Eine Weißwurst oder ein Leberkäs‘ am Viktualienmarkt sind für Fleischesser irgendwie fast schon Pflicht – auch Vegetarier und Veganer finden hier viel Auswahl an Köstlichkeiten. Es lohnt auch der Besuch vom Dallmayer mit seiner hauseigenen Röstung, die frischen Pralinen dort sind ein Geheimtipp.

Was muss man noch gesehen haben? Den englischen Garten mit den Surfern an der Eisbachwelle, die barocke Asamkirche und zur Einkehr in mindestens eine Brauereigaststätte (Augustiner oder Schneider sind viel schöner und weniger überlaufen als das Münchner Hofbräuhaus). Für das erste Mal München schafft man es nur, die Sehenswürdigkeiten abzuklappern und ein bisschen Münchener Lebensgefühl zu schnuppern. Schloss Nymphenburg mit dem schönen Schlosspark ist auch sehr lohnenswert – man sollte dafür aber unbedingt mehrere Stunden einplanen und das Schloss ist ein eigenes Ausflugsziel. Auch der Besuch des Olympiaparks lohnt sich – am meisten bei guter Sicht: denn dann hat man einen tollen Blick auf die Stadt und sogar bis zu den Alpen.

Für Regentage bietet München superschöne Boutiquen – am meisten frequentiert ist die Fußgängerzone (Neuhauserstraße und Kaufingerstraße), es lohnt sich aber im Glockenbachviertel die kleinen Läden aufzusuchen. Sehenswerte Museen sind die Pinakotheken, das Lembachhaus und das Deutsche Museum.

2. Bräustüberl Weihenstephan – besondere kulinarische Ausflugsziele in Oberbayern

Älteste Brauerei der Welt und Geburtstätte des berühmten Obazden – kulinarisch blickt das Bräustüberl Weihenstephan auf eine stolze Geschichte zurück. Der Biergarten liegt auf dem Weihenstephaner „Nährberg“ mitten im Campus des Lehrstuhls für Brauereitechnologie und beim vespern hat man einen fantastischen Blick über Freising und die Landschaft.

Seit fast 1000 Jahren – seit 1040 – braut die Staatsbrauerei Weihenstephan Bier nach dem deutschen Reinheitsgebot – mittlerweile wie fast alle großen bayerischen Brauereien in vielen verschiedenen Sorten. Der Obatzda, den Wirtin Katharina Eisenreich vor rund 60 Jahren dort erfunden haben soll, ist als Brotzeitgericht aus einem bayerischen Biergarten heute nicht mehr wegzudenken: dafür vermischt man Camembert, Gewürze, Zwiebeln und Weihenstephaner Bier und erhält den cremigen, deftigen Obazdn, der hervorragend zu einer frischen Bretzel schmeckt. Nach der Einkehr kann man den Ausflug mit einem Spaziergang durch das schöne Städtchen Freising abrunden.

3. Kloster Andechs – Bayerns ältester Wallfahrtsort

Die charakteristischen Zwiebeltürme des Wallfahrtsklosters Andechs sind weithin erkennbar und es ist nicht nur für Pilger eines der Ausflugsziele in Oberbayern, die begeistern

Im Wallfahrtskloster Andechs erwartet müde Pilgerer außer der schönen barocken Kirche auch grandioses Bier

Das Kloster Andechs thront mit seinem charakteristischen Zwiebelturm auf dem Heiligen Berg und ist seit dem 12. Jahrhundert bis heute das Ziel vieler Wallfahrer. Ihr Ziel waren ehemals Reliquien, heute ist es für die rund 30.000 Wallfahrer jährlich das gotische Gnadenbild der Muttergottes am unteren Hochaltar und für viele weitere Pilgerer das zurecht hochgelobte Bier. Noch heute führen die Mönche die Brauerei konzernabhängig.

Kloster Andechs ist eines der Ausflugsziele in Oberbayern, dass man am besten ganz wie all die Wallfahrer zu Fuß besucht! Ich lege jedem die etwa 1,5 stündige Wanderung von Herrsching durch das schattige Kiental den Heiligen Berg hinauf zum Kloster. Man sollte unbedingt einen Blick in die prächtig ausgestaltete Rokoko-Kirche werfen, die Brauerei besichtigen und im empfehlenswerten Klostergasthof mit typisch bayerischen Speisen einkehren. Dort gibt es auch die Möglichkeit kulinarische Andenken einzukaufen: frisch gebackenes Brot und Brezeln, Klosterschnaps und weitere Delikatessen.

4. Wanderung vom Wörthsee zum Ammersee – Ausflugsziele in Oberbayern mit herrlichem Ausblick

Was hat Märchenkönig Ludwig II. mit dem Jaudesberg zu tun? Man erzählt sich die Geschichte, der berühmte König sei auf der Suche nach einem Bauplatz für sein Sommerdomizil auch auf dem 80m hohen Jaudesberg gestanden habe. Leider war das Wetter schlecht und so habe der Ort Ludwig II. nicht von sich überzeugt. Denn bei Föhn und schönem Wetter kann der Blick bis in die Alpen hinein reichen und gilt als der schönste Aussichtspunkt auf den Ammersee! Noch heute erinnert ein Observatorium auf dem Jaudesberg an den Besuch.

Wir sind zu unserer Wanderung im Erholungsgebiet am Wörthsee gestartet, der Parkplatz dort kostet 3 Euro und über den Jaudesberg mit seinem großartigen Blick über den Ammersee bis zu den Alpen, über die Europakapelle nach Breitenbrunn gewandert. Von dort wanderten wir bis zum Dampfersteg am Ammersee mit seinem kleinen Kiosk und dem Kiesstrand. Hier ist ein perfekter Platz für eine Rast bei wunderschönen Blick über den See bei einem Bier oder Getränk und Snacks. Am Ufer des Ammersees führt die schönste Etappe, bei der man auch zwei Wasserläufe überqueren muss und tolle Ausblicke und Bademöglichkeiten bietet. Über den Sieben-Brücken-Weg geht es dann zur Insel Wörth, die inoffiziell den Namen „Mausinsel“ trägt und zurück zum Parkplatz.

5. Fossiliensteinbruch Schamhaupten – Mit Hammer und Meißel in die Vergangenheit

Ein Streifzug durch die Geschichte zurück in die Zeit der Dinosaurier. In diesem Fossiliensteinbruch hat man eine gute Chance Ammoniten, Urzeit-Fische und urzeitliche Pflanzen zu finden und er ist landschaftlich schön gelegen nahe Altmannstein. Der kostenlose Fossiliensteinbruch liegt verdeckt am Rande der Ortschaft und man muss alles, was man zum Klopfen benötigt selbst mitbringen: Hammer, Meißel, Handschuhe, Schutzbrille und feste Schuhe!

Er ist touristisch nicht überlaufen und wenn man ganz viel Glück hat, hat man die ganze Senke für sich alleine. Eine Fundgarantie gibt es dort zwar nicht, aber zumindest versteinerte Pflanzen findet man garantiert. Wer Ausflugsziele in Oberbayern mit Kindern sucht, sollte aber aufpassen: Fossilien klopfen kann süchtig machen und macht selbst wenn man nicht den großen Fund entdeckt unglaublich viel Spaß. 🙂

Dieses Ausflugsziel eignet sich für alle Jahreszeiten außer den den Hochsommer an sehr heißen Tagen, da die Senke im Sommer sehr heiß wird und es keinen Sonnenschutz gibt!

6. Burgruine Karlstein und Thumsee – Ausflugsziele in Oberbayern für eine schöne Kurz-Wanderung

Auf dem Pankrazfelsen thront die Burgruine Karlstein. Ihre älteste Anlage soll zurück gehen bis ins 8. Jahrhundert, ab dem 12. Jahrhundert war sie im Besitz der Bayerischen Herzöge.  Einst diente die Burg dazu, die alte Salzstraße zu kontrollieren und den Wegzoll zu kassieren. Heute hat man von der Burg einen wunderbaren Rundblick ins Alpenblick, auf den Thumsee, Bad Reichenhall und die Kirche St. Pankraz. Es ist ein Ort der Stille und Ruhe, an dem man die Seele baumeln lassen kann und der touristisch nicht so überlaufen ist wie größere und imposante Burganlagen.

Am besten wandert man vom Wanderparkplatz Thumsee mit seinem Seerosenteich „Seemösl“ durch den Bergwald auf den Gipfel zur Burg Karlstein. Der Weg ist nicht Kinderwagentauglich, da es viele Stufen gibt. Eine Holztreppe führt in den Innenhof der Burg, in dem Bänke stehen um zu rasten. Nach der Burgbesichtigung mit vielen sagenhaften Ausblicken kann man noch zur Kirche – sie ist allerdings nicht immer geöffnet. Zum Abschluss lohnt es sich den Thumsee einmal zu umwandern und an warmen Tagen kann man auch mal hinein springen.  Für die kurze Wanderung sollte man etwa 1,5 Stunden einplanen und kann sie wunderbar auch mit Kindern machen (allerdings nicht mit Kinderwagen).

7. Grandioses Meer aus Stein am Königssee – Ausflugsziele in Oberbayern für erfahrene Bergwanderer

Wogende Wellen, die zu Stein erstarrt sind – diesem Eindruck verdankt das Karsthochplateau zwischen Watzmannmassiv, Königssee und Hochkaltermassiv seinen Namen. Das eindrucksvolle Steinmeer ist eines der schönsten Ausflugsziele in Oberbayern für erfahrene Bergsteiger und Wanderer. 20 Gipfel kann man dort über Wanderwege oder -steige erwandern und klettern und die vielen Hütten machen es ideal für eine mehrtägige Hüttentour.

Am markantesten ist die 2.653 Meter hohe Schönfeldspitze, der zu den Wahrzeichen Berchtesgardens als „Berchtesgadener Matterhorn“ zählt. Besonders lohnenswert ist das 2.655 Meter hohe Selbhorn – der höchste Gipfel im Steinernen Meer und der Funtenseetauern. Besonders gut gefallen haben mir das Riemannhaus und das Kärlingerhaus mit seinen bayerischen hausgemachten Schmankerln zum Einkehren und übernachten.

8. Schifffahrt am Königssee im Nationalpark Berchtesgaden – eines der Ausflugsziele in Oberbayern, die man im Leben gesehen haben sollte

Das Bootshaus am Königsee ist eines der schönsten Fotomotive, das ein Ausflug in Oberbayern bieten kann

Im Nationalpark Berchtesgaden liegt der Königsee

Steil ragen die mächtigen Felswände der Berchtesgadener Alpen fast senkrecht am Königssee mit seinem dunkelblau schimmernden Wasser empor. Der bekannteste Gebirgssee Bayerns ist bis zu 192 Meter tief und zu den schönsten Plätzen gelangt man nur mit dem Elektroboot! Auf der Fahrt hört man das berühmte Echo, das der Bootsmann mit dem Flügelhorn über den See schickt und je nach Wetter und Bläser ganz unterschiedlich klingen kann – einst waren es laute Bollerschüsse.

Etwa 35 Minuten dauert die Fahrt nach Salet am anderen Ende des Sees, von dem man unbedingt zum Obersee laufen sollte, der einst durch eine Moräne vom Königssee getrennt wurde – dort erwartet einen je nach Wetter eines der schönsten Fotomotive, die Oberbayern zu bieten hat.

Vor der Kulisse der Watzmann-Ostwand steht die barocke Wallfahrtskirche St. Bartolomä mit ihren charakteristischen Weinroten Zwiebeltürmen – dort sollte man auf der Hin- oder Rückfahrt unbedingt einen Stopp einlegen und einen Spaziergang zur Eiskapelle oder entlang des Sees zu unternehmen.

Verpasse auf keinen Fall die letzte Fahrt – eine Privatfhart kostet rund 250 Euro!

9. Watzmann Überschreitung – die Königstour der bayerischen Alpen

Was für ein Blick über den Königsee! Wenn man nach einigen sehr anspruchsvollen Passagen, die schmal und auch mal stahlseilgesichert sind die legendäre Ostwand zum Königsee erreicht, dann weiß man, warum die Watzmann Überschreitung als schönste Tour in den bayerischen Alpen gilt. Auf dieser unglaublich schönen Bergtour überschreitet man drei Gipfel. Los geht es an der Wimbachbrücke, der Weg führt über das Watzmannhaus bis zum Hocheck, über den Grat zur Südspitze zurück ins Wimbachgries.

Für die rund 23 Kilometer sollte man 15 Stunden einplanen – auf dem Rückweg kann man ab dem Wimbachgries auch mit der Stirnlampe wandern. Dieses meiner Meinung nach schönste Ausflugsziel in Oberbayern ist allerdings nur für erfahrene Bergsteiger machbar, die absolut schwindelfrei, trittsicher und konditionsstark sind.

Für alle, die nicht so Badass unterwegs sind, empfehle ich die machbare und schöne Wanderung zum Watzmannhaus von der Wimbachbrücke in Ramsau!

10. Prunkvolles Schloss, Kampenwand, Höhlen – Ausflugsziele in Oberbayern am bayrischen Meer

Malerisch vor der Kulisse der Voralpen liegt Bayerns größter See, das „Bayerische Meer“. Landschaftlich wunderschön gelegen bietet der 80 Quadratkilometer große Chiemsee viele unterschiedliche Ausflugsziele in Oberbayern, deren bekanntestes und prunkvollstes Schloss Herrenchiemsee ist. Ludwig II. ist berühmt dafür, dass er sich die schönsten Orte für seine Prunkschlösser ganz genau aussuchte.

Für sein Schloss Herrenchiemsee mit seiner schönen Gartenanlage, wählte er die namensgebende Insel Herreninsel. König Ludwig II. setzte sich mit seinem letzten Schloss zum wahnwitzigen Ziel, Versailles zu übertreffen – das ist ihm zwar nicht gelungen, aber die Anlehnung an das Vorbild sind deutlich zu erkennen.

11. Kampenwand – Tour zur markanten Felsformation mit Wahnsinnsblick

„I gangat gern auf d’Kampenwand, wann i mit meiner Wamp’n kannt’.“

Übersetzung für alle Nicht-Bayern: „Ich ginge gerne auf die Kampenwand, wenn ich es mit meinem dicken Bauch könnte.“ Angeblich trägt der bekannte bayerische Schüttelreim zur Prominenz der an einen Hahnenkamm erinnernden Gipfelgrats bei. Weithin sichtbar ist der Berg beliebt bei Mountainbikern, Kletterern und Wanderern und bietet viele Möglichkeiten für Touren inklusive Bergbahn von Aschau auf die Bergstation, die einen ganz entspannt hoch und hinunter bringt. Von oben bietet sich ein grandioser Blick auf das Alpenvorland und den Chiemsee. Wenn die Sicht gut ist, kann man sogar den Watzmann, den Großglockner, den Großvenediger erkennen und sogar München mit dem Fersehturm.

Tourentipp: Am schönsten kann der zackige Felsenkamm von der Steinling Alm betrachtet werden als Belohnung nach dem Aufstieg auf den Wiesenboden (dafür kann man dann auch die Kampenwandbahn nutzen). Weiter geht es auf den Ostgipfel, der leichte Kletterei erfordert und für die man Trittsicherheit mitbringen muss. Den Ostgipfel ziert das imposante 12 m hohe Gipfelkreuz – es ist das höchste in den bayerischen Alpen!

12. Zur Felsnadel auf dem Riederstein – Der beste Blick auf den Tegernsee

Tegernsee und Schliersee sind wunderschöne Ausflugsziele in Oberbayern – aber furchtbar überlaufen! Beide Seen kann man umrunden – Einsamkeit und Stille findet man dabei aber nicht. Ganz anders, wenn man die Wanderschuhe schnürt und sich auf die mittelschwere Wanderung hinauf zur Kapelle auf dem Riederstein begibt. Am Ziel angelangt belohnt einen der wunderbare Panoramablick auf den Tegernsee und die Alpen. Für die rund 8 Kilometer lange Wanderung sollte man etwa 3 Stunden einplanen. Einsam ist es oben gerade zu Hauptzeiten am Wochenende an schönen Tagen zwar auch nicht – dafür ist der Blick einfach zu schön – aber es findet sich auf jeden Fall ein ruhiges Plätzchen um die Seele baumeln zu lassen.

Ein guter Start für die Tour ist der Wanderparkplatz an der Schießstätte am Tegernsee. Von dort geht es über den Forstweg zum Berghaus Galaun mit seiner Sonnenterrasse. Hinter der Berghütte beginnt der Kreuzweg, der über eine Holztreppe zur Kapelle führt. Der Weg ist mit 14 Bildtafeln versehen, die den Leidensweg Christi bis zum Tod beschreiben. Bei der Kapelle belohnt einen der wunderbare Blick. Zurück geht es über Galaun nach Rottach und über den Leeberghöhenweg zurück zum Tegernsee.

Die Wanderung ist auch im Sommer zu empfehlen, da die Wege großteils durch Wald führen!

13. Benediktinerabtei Kloster Ettal – Klosterkirche Mariä Himmelfahrt

Kloster Ettal ist ein imposantes barockes Kloster und eines der Ausflugsziele in Oberbayern für Kulturinteressierte

Kloster Ettal wird heute noch von den Benediktinern genutzt

Wo man hinblickt gleißendes Gold, überbordende Gemälde in Pastelltönen, prunkvolle Schnitzereien und Stuck. Während die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt von außen Teil eines ursprünglich gotischen Zentralbaus mit geschwungenen barocken Abschluss und barocker Fassade ist, erwartet den Besucher im Inneren der Klosterkirche eine andere Welt.

Die Ausstattung ordnet man kunsthistorisch dem Rokoko bzw. dem süddeutschen Barock zu und wenn es nach mir geht, dann ist diese Kirche eines der schönsten Bauwerke dieser Epoche. Die Kirche ist hell und farbig, bekrönt von einer üppig ausgemalten Kuppel mit barocken Rundbogenfenstern, durch die Licht ins Innere fällt. Putti – Engelchen – auf dem Gesims stellen Allegorien von Tugenden dar. Die Seite zum Chor zeigt ein großes Fresko. Umso länger man sich umblickt, desto mehr Details gibt es zu entdecken – inklusive einem Einhorn (wo wird nicht verraten).

Eintritt kostet die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt nicht, ich hinterlasse immer eine Spende zum Erhalt des Gebäudes.

14. Gratwanderung vom Heimgarten zum Herzogstand – Ausflugsziele in Oberbayern auf Münchens Hausbergen

Herrliche Ausblicke auf den Walchensee und eine landschaftlich sehr reizvolle und abwechslungsreiche Gratwanderung mit Panoramablick. Die Gratwanderung vom Heimgarten zum Herzogstand, zwei der Hausberge Münchens ist ein Klassiker in den Voralpen, der sich aber auch wirklich lohnt. Die Tages-Tour an sich ist nicht schwierig, man sollte aber trittsicher und schwindelfrei sein. Wunderbar einkehren mit traumhaften Blick kann der geschaffte Wanderer am Gipfel des Heimgarten in der Heimgartenhütte und unterhalb des Herzogstand im Berggasthaus Herzogstand.

Insgesamt sollte man für die Tour 7 Stunden Gehzeit einplanen, der Aufstieg dauert etwa 3,5 Stunden, auf dem Grat mit großartigen Blick auf Kochelsee und Walchensee wandert man 1,5 Stunden und dann geht es noch einmal ziemlich flott 2 Stunden bergab – wer seine Knie schonen möchte, kann auch in die Herzogstandband steigen und hinunter fahren.

Start der schönten Rundtour ist am Parkplatz der Herzogstandbahn. Es geht zuerst Richtung Heimgarten und dann über den Grat, der immer wieder Stahlseilgesichert ist,  zum Gipfel mit dem Gipfelpavillon des Herzogstand mit seinem grandiosen Panoramablick.

15. Lüftlmalerei und Herrgottsschnitzer – Bummel durch Oberammergau

Oberammergau ist berühmt für die Passiensspiele, Holzschnitzkunst und die bemalten Hausfassaden

Bemalte Hausfassade im beschaulichen Oberammergau

Oberammergau ist eines jener Ausflugsziele in Oberbayern, das das bayerische Dorf-Klischee im besten Sinne erfüllt. Schnitzerei, bemalte Hausfassaden mit urigen, bayerischen Malereien, Zwiebelkuppen an der Kirche und hübsche Gässchen. In dem 5.500-Seelen-Städtchen scheint die Zeit stillgestanden zu sein. Alle 10 Jahre finden dort die Passionsspiele statt – dafür ist Oberammergau berühmt, dabei hat es viel mehr zu bieten.

Holzschnitzerei ist hier seit dem Mittelalter Tradition. Vielleicht liegt das daran, dass durch das nah gelegene Kloster Ettal ein großes Interesse an religiösen Motiven herrschte.

Kunsthandwerker scheint es hier noch viele zu geben, ihre meist geschnitzte Ware bieten sie in den mit Lüftlmalerei verzierten Häusern zum Verkauf. Es lohnt sich schon, gemütlich durch die Gässchen zu spazieren! Besonders sehenswert sind die Fassaden am Mußldomahaus, am Pilatushaus und am Forsthaus.

16. Atemberaubendes Naturwunder Partnachklamm – Die Nr.1 der Ausflugsziele in Oberbayern?

Unverzichtbar in einer Top-Liste der Ausflugsziele in Oberbayern ist die atemberaubende Partnachklamm.

Glitzernde Eiszapfen in der Partnachklamm

Ich habe schon einige Klamm-Wanderungen in Oberbayern unternommen und sage gleich vorweg: die Partnachklamm ist im Winter nicht zu toppen! Wassertosen im Ohr und Kaskaden glitzernder, bizarr geformter Eiszapfen, die entlang der Partnach die Felsen säumen. Wer das Glück hat, die Partnachklamm im eisigen Winter zu besuchen, der wird mit einem Naturwunder belohnt,  das seinesgleichen sucht. Die Partnachklamm ist „meine fünfte Klamm“ und zurecht gilt sie als eines der sehenswertesten Ausflugsziele in Oberbayern.

Zu Fuß läuft man etwa 20 Minuten vom Parkplatz in Garmisch Partenkirchen zur Partnachklamm. Auf in den Fels gesprengten Stollen und Durchgängen geht es dann insgesamt 700 m auf einem leicht begehbaren Weg durch die Klamm. Die Wände steigen bis zu 80 m empor!

Die Partnachklamm ist kein Geheimtipp mehr – laut der offiziellen Website besuchen sie jährlich rund 200.000 Besucher. Und das aus gutem Grund!

Wichtig: Vor dem Besuch unbedingt auf der Website schauen, ob die Partnachklamm geöffnet ist!

Website: www.partnachklamm.eu
Ticket-Preis: 6 € Erwachsene | 3 € Kinder & Jugendliche bis 17 Jahre

17. Wanderung um den malerischen Eibsee

Postermotiv per se - der Eibsee unterhalb der Zugspitze ist einer der Ausflugsziele in Oberbayern, das man niemals vergisst

Märchenhaft schön liegt der Eibsee unterhalb der Zugspitze vor der Kulisse der meist Schnee bedeckten Gipfel

In unberührter Berglandschaft liegt der Eibsee unterhalb der Zugspitze. Der Blick vom Nordufer des Sees ist atemberaubend – tiefblaues, kristallklares Wasser, dunkle Nadelbäume am Ufer, kleine Inselchen im Wasser und darüber ragt die Zugspitze steil zum Himmel. Das ist definitiv einer der schönsten Panoramablicke im Alpenraum! Der Eibsee zählt unbestritten zu den schönsten Bergseen in den Alpen – im Allgäu habe ich da allerdings noch einen anderen Geheimtipp, der sogar dieses traumhafte Ausflugsziel in Oberbayern toppt.

Allerdings ist der Allgäuische Bergsee nur nach einer anspruchsvollen Wanderung zu erreichen, den Eibsee kann man ganz bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder der Zugspitzbahn erreichen. Überraschenderweise befindet sich der Eibsee in Privatbesitz, die Eigentümer errichteten das Berghotel, das noch heute das einzige Gebäude am ansonsten unberührten See ist.

Ein familientauglicher gut begehbarer Rundweg führt 9,67 Kilometer um den Eibsee, für den man etwa 2,5 Stunden einplanen sollte. Er beginnt am Hotel und führt am Eibsee-Pavillon vorbei rundherum – am Nordufer hat man eine fantastische Sicht auf die Zugspitze. Auf dem Eibsee kann man Tretboot fahren und man kann auch einen der schmalen Kiesstrände nutzen um darin zu baden.

18. Auf die Zugspitze – Ausflugsziele in Oberbayern auf den höchsten Berg in Deutschland

400 Alpgengipfel aus 4 Ländern, 3 Gletscher und hingetupfte bayerische Seen – was für ein 360 Grad-Panoramablick! Deutschlands höchster Berg ragt mit seinem goldenen Gipfelkreuz aus dem Wettersteingebirge im Südwesten von Garmisch-Partenkirchen auf 2862 Meter empor und hat einen Ost- und einen Westgipfel. Von der Terrasse der Bergbahn hat man einen unvergleichlichen Blick – egal in welcher Jahreszeit, er lohnt sich immer! Hier weht die Flagge des Freistaats Bayern und der in den Ferien heillos überfüllte höchste Biergarten Deutschlands lockt mit bayerischen Spezialitäten.

Leidenschaftliche Wanderer können die Zugspitze im Sommer und bei passender Witterung erwandern – die Tour lohnt sich, sie ist landschaftlich sehr abwechslungsreich allerdings sollte man geübt sein und gegebenenfalls einen Bergführer buchen. Alle anderen können mit der Zugspitzbahn auf den Zugspitzgletscher fahren und je nach Ticket auch einen Stop am sagenhaft schönen Eibsee einlegen. Es ist unbedingt ratsam, die Tickets online vorab zu kaufen, vor Ort kann es sonst sein, dass man kein Ticket mehr ergattert! Allerdings sind die Preise auch ganz schön happig – die Rundfahrt, die wahlweise mit Gletscherbahn, Zahnradbahn und Seilbahn gemacht werden kann kostet Erwachsene stolze 63 Euro im Sommer. Einfach kostet eine Fahrt 37,50 Euro – da sollte man schon den ganzen Tag voll auskosten!

19. Höllentalklamm – Die imposante große Schwester der Partnach-Klamm

Gurgelnd, tosend und schäumend stürzt der Hammersbach im Höllental über Felsbrocken in Gumpen. Die imposante Klamm ist die große Schwester der Partnach-Klamm und nur im Sommerhalbjahr geöffnet, wenn die Witterung es erlaubt. In spektakulärer Natur liegt sie im Zugspitz-Massiv und schneidet sich tief ins Wettersteingebirge. Heute ist die Höllenklamm gut erschlossen und man muss vom Parkplatz Hammersbach etwa rund 3 Kilometer und 300 Höhenmeter wandern, bis die Eingangshütte erreicht ist.

Durch die Klamm wurde in den Fels ein schmaler Weg geschlagen, durch den man sicher entlang des in der Höllenklamm zu einem tosenden Wildbach anschwellenden Hammersbach durch die Felsschlucht laufen kann.

Preise: Der Eintritt kostet für Erwachsene 5 Euro, für Kinder von 7-17 Jahre 2 Euro, jüngere Kinder dürfen die Schlucht kostenlos besuchen.

20. Wanderung entlang der Linder zum Schloss Linderhof

Schloss Linderhof ist ein schönes Ausflugsziel in Oberbayern für das man außer der Schlossbesichtigung auch noch Zeit für den Spaziergang durch den Park einplanen sollte.

Entlang der Linder führt der Weg durch den Park zum Schloss Linderhof

Schloss Linderhof ist genau genommen kein Schloss sondern eine herrschaftliche Villa. Sie ist das einzige Bauwerk,  den König Ludwig II. vollenden konnte. Leider waren als ich dort war Schloss Linderhof und auch Teile des Parks witterungsbedingt geschlossen. Trotzdem lohnt sich der Spaziergang vom Besucherparkplatz durch den Park zum Schloss, vor allem wenn Schnee liegt!

Ich werde im Frühling oder Sommer definitiv wiederkommen, denn der Park gilt als einer der schönsten Parkanlagen des 19. Jahrhunderts. So werden die Wasserspiele beispielsweise im Winter eingestellt (ist ja klar, wenn es friert sprengt es sonst vermutlich die Leitungen) und auch die Parkbauten sind im Winter nicht zur Besichtigung geöffnet.

Eine lohnende Alternative ist die Wanderung entlang der Linder zum Schloss, die ich anstatt der Besichtigung unternommen habe. Kostet nichts und bietet wunderschöne Natur.

Website: www.schlosslinderhof.de
Ticket-Preis Schloss Linderhof (und Parkbauten): 8,50 € Erwachsene | 7,50 € ermäßigt

Bayern bietet noch viel mehr – hier findest du eine große Liste mit 50 persönlichen Empfehlungen für Ausflugsziele in Bayern. Wenn du noch nicht genug hast, schau dir doch mal diese 7 zauberhaften Ausflugsziele im Allgäu an, das im Westen an Oberbayern grenzt. Auf Abenteuer Freundschaft gibt es nicht nur Sehnsuchtsorte zu entdecken sondern jede Menge außergewöhnliche Ideen für Aktivitäten mit Freunden, der Familie und dem Partner. Schau dich doch mal um!

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