Würfelland ist ein Würfelspiel, bei dem man bunte Gebiete erobert.

Würfelland ist ein einfaches, aber pfiffiges Würfelspiel und spielt sich ein bisschen wie eine Kombi aus Kniffel und Bingo mit Strategie.

In diesem Spiel hat jeder Spieler sein eigenes Spielfeld, sein Würfelland. Ausgehend von einem Startfeld in der Mitte spielt man nun farbige Gebiete und besondere Schatzfelder frei.

Entscheidend dafür ist einerseits das Würfelglück, andererseits aber auch Taktik und Strategie. Denn bei jedem Wurf mit den Farbwürfeln, profitieren auch die anderen Spieler. Auch welche Wege man im eigenen Würfelland einschlägt, entscheidet letztlich über Sieg oder Niederlage.

Hinweis zur Transparenz: Der Nürnberger Spielkartenverlag hat uns netterweise ein Rezensionsexemplar des Spiels zukommen lassen. Diese Besprechung ist allerdings unbezahlt und gibt unsere unabhängige Meinung wieder.

Würfelland im Überblick

  • Preis (auf amazon)*: € 14,02
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Spieler: 2-4 Spieler
  • Dauer: ca. 20-30 Minuten
  • Verlag: Nürnberger Spielkarten Verlag
  • Spielautor: Andreas Spies und Reinhard Raupe
  • Spielziel / Worum geht’s?: Um die Wette Farbgebiete und Schatzfelder im eigenen Würfelland durch Glück und Verstand erobern.

Würfelland – Spielprinzip und Regeln

Bei diesem Spiel erhält jeder sein eigenes Spielbrett: eine Tafel, auf der man im Spielverlauf mit (abwischbaren) Stiften, die ebenfalls im Spielmaterial mitgeliefert sind, durch ankreuzen der wabenförmigen Felder farbige Gebiete erobert.

Würfelland ist gut als Reisespiel geeignet
Würfelland kann man auch gut unterwegs spielen

Gewonnen hat, wer als Erster alle Felder einer beliebigen Farbe und zusätzlich 9 (von insgesamt 12) seiner Schatzfelder angekreuzt hat. Diese sind durch Sterne markiert.
Um immer den eigenen Fortschritt im Auge zu haben, ist unten auf jeder Tafel eine Wertungsleiste, auf der man ankreuzt, welche Schatzfelder man schon hat und auf einem Feld, ob man alle Gebiete einer Farbe hat.

Es gibt insgesamt 4 Tafeln, die sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite benutzt werden können und alle 8 Würfelland-Gebiete sind unterschiedlich.
Gleich ist, dass immer in der Mitte ein weißes Feld mit einem schwarzen X das Startfeld markiert. Von diesem ausgehend muss man nun immer Felder ankreuzen, die an bereits angekreuzte Felder grenzen.

Spielbeginn bei Würfelland
Man startet immer beim weißen Feld in der Mitte

Dazu würfelt der Spieler, der an der Reihe ist, mit allen 6 Farbwürfeln. Nun entscheidet er sich für eine Farbe, die er gewürfelt hat und legt den oder die Würfel dieser Farbe beiseite. Er darf jetzt mit den anderen noch einmal Würfeln. Zeigen wieder einige Würfel die von ihm gewählte Farbe, darf er sie ebenfalls beiseite legen und theoretisch nochmal würfeln.

Erst wenn keine der anderen Würfel mehr seine Farbe anzeigen, muss er aufhören. Dann darf er ebenso viele Felder dieser Farbe auf seinem Würfelland-Tableau ankreuzen, vorausgesetzt sie grenzen an bereits angekreuzte Felder. Auch muss ein angefangenes Gebiet einer Farbe immer erst abgeschlossen werden, bevor ein anderes gleichfarbiges Gebiet begonnen werden darf.

Allerdings macht es manchmal auch Sinn, früher mit Würfeln aufzuhören, denn man kann auch „überwürfeln“ und darf dann gar kein Feld erobern. Hat ein Spieler beispielsweise ein rotes Gebiet angefangen, in dem noch 3 Felder fehlen, darf er nur maximal 3 Würfel haben, die rot zeigen. Ab dem vierten roten Würfel hat er überwürfelt und geht leer aus.

Eine Besonderheit bei diesem Spiel ist noch, dass in jedem Zug auch die anderen Spieler profitieren: Ist der aktive Spieler mit seinem Spielzug fertig, dürfen sich alle anderen Spieler aus den übrigen Würfeln, die andere Farben zeigen, eine Farbe aussuchen und die entsprechende Anzahl Felder dieser Farbe bei sich ankreuzen, wenn dies unter Beachtung aller anderen Regeln möglich ist.

Schatzfelder anzukreuzen lohnt sich übrigens nicht nur mit Blick auf die Wertungsleiste. Entdeckt man einen Schatz, darfman einmal, aber nur einmal mit 5 (!) Würfeln würfeln und eine beliebige Farbe auswählen. Diese Schatzwürfe kommen nur dem aktiven Spieler zu Gute.

Im Würfelland gibt es auch Schatzfelder
Auf der Wertungsleiste trägt man ein, wenn man ein Schatzfeld erobert hat

Fazit zu Würfelland

Das Spiel ist schnell und leicht zu lernen und sowohl für Kinder als auch Erwachsene geeignet. Würfelland ist sicher auch ein gutes Spiel, um Kinder an strategische Spiele heranzuführen, da es zwar taktisches Denken erfordert, aber nicht allzu komplex ist. Zudem gibt es immer noch einen großen Glücksfaktor.

Schön ist an der Spielidee auch, dass bei jedem Wurf eines Spielers auch immer die anderen Spieler etwas ankreuzen können. Gerade für Kinder, die auch mal ungeduldig werden, wenn jemand bei einem Spiel für seinen Zug länger braucht, ist dieses ständige Involviertsein attraktiv.

Wir haben einfach jeder mit einem beliebigen Gebiet angefangen zu spielen, aber beim Spiel gemerkt, dass diese wohl unterschiedlich schwer sind, was auch an den jeweils unterschiedlich platzierten schwarzen Blockadefeldern liegt. Weiß man dies, kann man aber am Anfang der Reihe nach aussuchen, welche Tafel man spielen will und welche Seite davon.

Würfelland-Tafeln ausgefüllt
Unsere Tafeln am Ende des Spiels

Durch die 8 verschiedenen Würfelland-Karten ist über mehrere Partien hinweg auch eine gewisse Abwechslung gegeben, der grundsätzliche Spielverlauf ändert sich dabei allerdings nicht so stark. Spieler, die eine strategische Herausforderung oder ein Spiel suchen, das jedesmal mit anderen, überraschenden Spielsituationen aufwartet, werden bei Würfelland daher auf Dauer etwas vermissen.

Als kurzweiliges Spiel für zwischendurch ist Würfelland aber definitiv eine Entdeckung und als solches gut vergleichbar mit Spielen wie Kniffel, Mau Mau oder Schiffe versenken, die einfach sind, Spaß machen und schnell zu spielen sind.

Da Würfelland sehr kompakt und gut zu transportieren ist und bis auf die Würfel keine wirklichen Kleinteile hat, die durch die Gegend fallen könnten, eignet es sich auch prima als Reisespiel für unterwegs, das man z.B. problemlos in einem Zugabteil (oder wie wir im Park) spielen kann. Denn Würfeln kann man wunderbar im gepolsterten Deckel, ohne das die Würfel wegrollen und die Würfelland-Karten sind aus stabilen Karton und brauchen keine Unterlage zum ankreuzen.

Testergebnis
  • 4/10
    Anspruch - 4/10
  • 6/10
    Langzeitspaß - 6/10
  • 6/10
    Kreativität - 6/10
  • 7/10
    Interaktion - 7/10
  • 5/10
    Spielmaterial - 5/10
  • 7/10
    Anleitung - 7/10
  • 7/10
    Preis / Leistung - 7/10
6/10

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