Underground Lasergame - radioaktiv verseucht

Die größte unterirdische Lasertag Area in Deutschland ist das Underground Lasergame in Berlin in einem echten Bunker. Das hat unsere Neugier geweckt und wir haben sie beim Battle Royal getestet.

Wo ist nur der richtige Eingang?, fragen wir uns und schauen uns ein bisschen verdutzt um. Wir stehen vorm Europahaus, das laut Klingelschildern unter anderem die Hauptverwaltung eines Ministeriums sowie eine Kontaktstelle des Robert-Koch-Instituts beherbergt. Und hier soll auch eine Lasertag-Arena sein???

Dann fällt es uns wie Schuppen von den Augen: direkt vor uns ist eine Baustelle auf dem Bürgersteig. Oder zumindest sieht es wie eine aus: Absperrzäune und orange-weiße Pylone grenzen die paar Quadratmeter ein. Doch außen am Zaun steht auf dem Schild: „Underground Lasergame – Zutritt nur nach Aufforderung“. Und jetzt sehen wir auch, das hinter 2 Pylonen eine Treppe in die Tiefe führt!

Na klar! Das Ganze findet diesmal ja in einem echten Bunker statt! Während wir darauf warten, dass uns jemand abholt trudelt langsam die Gruppe ein, mit der wir zusammen spielen werden: ein weibliches Volleyball-Team samt männlichem Trainer. Da kommt auch schon der Mitarbeiter von Undergound Lasergame aus der Tiefe empor und bittet uns herunter. Auf zum Battle Royal!

Hinweis: Wir durften zu zweit kostenlos am Spielpaket „Battle Royal“ teilnehmen. Dieser Erlebnisbericht ist allerdings nicht bezahlt und gibt unsere unabhängige Meinung wieder.

Die Arena „Sector 9“ von Underground Lasergame

Underground Lasergame - Unheimlicher Bunkergang
Ganz schön unheimlich im Bunker…

Dies war unser drittes Mal Lasertag spielen und bei jedem Anbieter ist es wieder eine ganz andere Erfahrung. Was das Underground Lasergame auszeichnet ist zunächst mal die besondere Location, die alleine schonmal sehenswert ist: ein echter Bunker!

Im Vergleich zu den beiden Lasertag-Arenen, in denen wir bisher gespielt hatten, bedeutete das vor allem: weniger Bewegungsfreiheit, engere Gänge und ein realistischeres Gefühl. Allein durch die Location machte hier z.B. die Strategie, sich länger zu verstecken und aus einem Hinterhalt zu schießen mehr Sinn, als das Herumrennen, zumal man ohne Deckung schnell getroffen wurde und wenig Möglichkeiten hatte, auszuweichen.

In den Gängen und Räumen des Bunkers sind immer wieder Fässer gestapelt, die mit im Dunkeln leuchtender Farbe mit dem Zeichen für Radioaktivität gekennzeichnet sind. Alles in allem wirkt die Atmosphäre von Underground Lasergame ein bisschen so wie in Resident Evil oder anderen First-Person-Shootern. Die Überraschung wäre nicht groß, wenn hier ein paar Zombies ums Eck wanken und oberirdisch die Zombie-Apokalypse ausgebrochen ist, während man geschützt im Bunker zockte..

Das Equipment

Auch die Waffen und Helme sehen bei Underground Lasergame realistischer aus, als bei den anderen Anbietern, die wir schon getestet haben. Die Waffe sieht aus wie eine echte Pistole und ist auch aus Metall. Sie funktioniert übrigens nicht wirklich mit einem Laser sondern einem Infrarotstrahl, ähnlich wie eine Fernbedienung.

Da man sich in den engen Gängen leicht in die Quere rennt, muss man sie vor allem bei den schnelleren Spielen zur Sicherheit nach unten halten, wenn man nicht gerade schießt, um das Risiko zu vermeiden, jemanden damit versehentlich zu treffen.

Hier erhält man keine Weste und auch kein Stirnband mit Sensoren, sondern einen Helm, der mit der eigenen Waffe verbunden ist und der zugleich den Bereich markiert wo man getroffen werden kann.

Die Spiele beim Battle Royal

Wie meistens war die erste Runde ein Match „Last Man Standing“ Alle gegen Alle zum eingewöhnen und vertraut machen. Nach 15 Schuss muss man sein Magazin nachladen, hat in dieser Runde aber unbegrenzt Munition. Allerdings hat man dafür nur eine begrenzte Anzahl an Lebenspunkten (10), darf also nicht mehr als 10 mal getroffen werden.

Für die zweite Runde „Team Deathmatch“ wurden wir dann in 3 Teams eingeteilt, deren Mitglieder jeweils mit blau, rot, oder grün leuchtenden Bändchen um den Oberarm markiert wurden. Jeder hatte 15 Lebenspunkte und das Team gewann, von dem als zuletzt Mitglieder übrig blieben.

Das dritte Spiel hieß „Monster-Hunter“ – eine kleine Gruppe von Zombies (ich war einer davon) kämpfte gegen die Menschen. Gelang es uns Zombies einen Menschen oft genug zu treffen, wurde dieser ebenfalls zum Zombie. Wurde dagegen ein Zombie zu oft getroffen, starb er. In relativ kurzer Zeit gewannen bei uns die Zombies und verwandelten alle anderen.

Für die vierte Runde „Dominion“ teilten wir uns wieder in die Teams von vorher und hatten nun die Aufgabe, eine Basis zu erobern und zu verteidigen. Diese Basis bestand aus einem elektronischen Kasten, den man durch darauf Schießen für’s eigene Team freischalten konnte. Dann leuchtete er solange in der Teamfarbe, bis wieder ein anderes Team es schaffte, die Basis zu erobern. Wenn man im Gefecht „starb“ konnte man sich in diesem Spiel immer wieder neu wiederbeleben.

Beim fünften und finalen Spiel des Battle Royal-Pakets, „High Scoring“, konnte man gar nicht sterben, wohl aber Plus- und Minuspunkte kassieren. Wieder in Teams eingeteilt, ging es darum, die Gegner so oft wie möglich zu treffen, selbst so wenig wie möglich getroffen zu werden und vor allem „friendly fire“, also versehentliche Schüsse auf’s eigene Team zu vermeiden, da diese gleich satte 10 Minuspunkte bedeuteten.

Unsere Erfahrung & Fazit

Underground Lasergame - Die beste Strategie ist verstecken
Besser verstecken als rumrennen

Die Location von Underground Berlin in einem echten Bunker ist definitiv etwas Besonderes, was den Anbieter von den meisten anderen Lasertag-Arenen unterscheidet. Die Atmosphäre, die durch diese Umgebung und durch die Waffen und Helme erzeugt wird, ist hier insgesamt martialischer und düsterer. Wer Fan von First-Person-Shootern und Survival Games wie Resident Evil ist, wird dies lieben! Es hat jedoch durchaus seine Berechtigung, dass das Taggen bei Underground Lasergame erst ab 16 ist, in der Outdoor Arena des Anbieters an anderem Ort übrigens erst ab 18.

Durch die Gegebenheiten des Bunkers mussten wir auch unsere anderswo gemachten Lasertag-Erfahrungen anpassen. War dort unsere taktische Faustregel, viel in Bewegung zu bleiben und zu rennen, konnte dies hier bei Underground Lasergame schnell verhängnisvoll sein. Sich länger zu verstecken und dann aus dem Hinterhalt überraschend anzugreifen war hier oft die bessere Strategie.

Von den verschiedenen Spielen haben uns am Besten „Dominion“ und die „Zombie“-Variante gefallen, da bei diesen bei einem Battle Royale am meisten Dynamik ins Spiel kam.
Ich hatte den Eindruck, dass das Taggen bei Underground Lasergame eine größere Herausforderung an die Geschicklichkeit war und der Wettkampfaspekt noch mehr im Mittelpunkt stand als bei meinen bisher gemachten Erfahrungen bei anderen Anbietern. Zum Beispiel gab es hier gleich 2 Spiele, bei denen man ausschied und die Arena verlassen musste, wenn man zu oft getroffen wurde.

Da ich generell nicht Rick Grimes in solchen Spielen bin, fehlten mir ein bisschen die kleinen Erfolgserlebnisse. Für mich persönlich stand hier der sportlich-fordernde Aspekt zu sehr im Vordergrund vor dem reinen Fun. Ähnlich wie bei der Atmosphäre bzw. dem Feeling ist dies aber selbstverständlich Geschmackssache und möglicherweise genau das, was andere Spieler suchen.

Fazit

Underground Lasergame bietet eine eher wettkampforientierte Variante von Lasertag in einzigartiger Bunkeratmosphäre, die an Computerspiele erinnert und richtet sich im Unterschied zu anderen Anbietern vor allem an ein erwachsenes Publikum (ab 16).

Underground Lasergame – Die Eckdaten

Website: https://www.underground-lasergame.de/

Adresse: Underground Lasergame (Location 1: Bunker Sector 9), Stresemannstraße 92, 10963 Berlin

Kontakt: Telefon: 030 2300 3195 (Mo – So, 10 – 20 Uhr) // E-Mail: info@underground-lasergame.de

Mindestalter: 15 Jahre

Dauer: 30 – 120 min. (je nach gewähltem Spiel)

Preise: € 9,99 -29,00 pro Person (je nach gewähltem Spiel). Das von uns getestete Paket Battle Royal (5 Spiele / 120 min.) kostet regulär € 29,- pro Person.

Wir haben übrigens auch die Lasertag-Arenen Lasertec und Laserstar in Berlin getestet und darüber berichtet.

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