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Familienspiel Checkpoint Charlie - Spielkarton

9. Dezember 2018 - Alexander Schmidt

Das Familienspiel Checkpoint Charlie – Katzenspione gesucht! | Rezension


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Wer ist der beste Schnüffler? Beim neuen Familienspiel Checkpoint Charlie versucht jeder, als erstes den Oberspion zu enttarnen!

Rückblende in die 60er: Der Kalte Krieg ist auf seinem Höhepunkt und das geteilte Berlin ist eines seiner Epizentren. Der berühmte Checkpoint Charlie, direkt an der Grenze des amerikanischen und des sowjetischen Sektors wird von den Agenten der K9 Hundestaffel minutiös überwacht. Nachts sind alle Katzen grau, doch eine davon muss der große Oberspion sein.

Jeder Spieler ermittelt für einen anderen Geheimdienst und jeder hat zu Beginn genau einen Hinweis. Wer schafft es als erster, den Oberspion zu enttarnen oder zumindest einen seiner Helfershelfer dingfest zu machen?

Hinweis: Der Piatnik-Verlag hat uns netterweise ein Rezensionsexemplar des Spiels zugesandt. Diese Besprechung ist jedoch nicht inhaltlich abgestimmt und gibt unsere eigene Meinung wieder.

Das Familienspiel Checkpoint Charlie im Überblick

  • Spieltyp: Deduktionsspiel, Familienspiel,
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Spieler: 3 – 5 Spieler
  • Dauer: ca. 30 Minuten
  • Verlag: Piatnik
  • Spielautor: José Antonio Abascal
  • Erscheinungsjahr: 2018
  • Spielziel: Durch saubere Deduktion als erster den Oberspion fangen und von Runde zu Runde am meisten Punkte sammeln.

Piatnik 6135 Checkpoint Charlie, grau
Piatnik - Spielzeug
8,99 EUR

So spielt man das Familienspiel Checkpoint Charlie

Das Familienspiel Checkpoint Charlie: Perspektive eines Spielers

Die Auslage eines Spielers beim Spiel Checkpoint CharlieDas Spielmaterial von Checkpoint Charlie besteht im Wesentlichen aus Karten, runden ausgestanzten Papp-Plättchen verschiedener Größe und einem schwarzen Beutel. Die Karten teilen sich in 32 Spionkarten (Katzen), 5 Ermittlerkarten (Hunde), sowei eine Stastoffizierskarte (Fuchs), die man aber nur für die Spielvariante braucht. Es gibt 5 Agentenplättchen, 5 Hinweisplättchen und 30 Punkteplättchen.

Jeder Spieler wählt einen Spürhund aus und nimmt die entsprechende Agentenkarte sowie das Plättchen an sich. Die Punktechips werden mit der Rückseite nach oben (Sterne) in die Mitte gelegt und die 5 Hinweisplättchen in den schwarzen Beutel gegeben, aus dem nun jeder Spieler verdeckt eines zieht. Die Hinweisplättchen haben immer 2 Seiten und stellen die 5 Merkmale dar, anhand derer der Oberspion erkennbar ist:

Familienspiel Checkpoint Charlie - Ziehen eines Hinweisplättchens

Ziehen eines Hinweisplättchen

  1. Hut – kein Hut
  2. Sonnenbrille – keine Sonnenbrille
  3. Zeitung – keine Zeitung
  4. Trenchcoat – Pullover
  5. Graues Fell – Orangenes Fell

Jeder Spieler entscheidet für sein eigenes Plättchen, welche Seite gilt und legt es mit dieser nach oben unter seine Agentenkarte. Bei 3 oder 4 Spielern werden die übrig gebliebenen Ermittlerkarten in die obere Hälfte des Spionstapels gemischt.

Spielablauf

Das Familienspiel Checkpoint Charlie wird über mehrere Runden gespielt, bis einer der Spieler 10 Punkte gesammelt hat und somit Sieger ist. Dabei besteht jede Runde aus einer Verdachtsphase und einer Wertungsphase.

Die Verdachtsphase

Familienspiel Checkpoint Charlie - Miss Lansbury

Noch ist nicht ganz klar, welchen Hinweis Ermittlerin Lansbury hat…

Reihum decken die Spieler Karten vom Spionstapel auf. Stimmt der abgebildete Katzenspion mit dem eigenen Hinweismerkmal überein, legt man die Karte vor sich ab, ansonsten kommt sie auf einen je Spieler eigenen Ablagestapel.

Nach und nach kann man sich so nun auch ein Bild davon machen, was die Hinweise der anderen Spieler sein könnten. Liegen vor einem Spieler z.B. 3 Karten, die alle gemeinsam haben, dass die Spion darauf einen Hut tragen, aber in allen anderen Punkten voneinander abweichen, dann muss das logischerweise der Hinweis des Spielers sein.

Bei 3 oder 4 Spielern sind jeweils 1 oder 2 der Ermittler in den Stapel gemischt. Wird ein solcher gezogen, muss der Spieler einen weiteren Hinweis aus dem schwarzen Beutel ziehen und diesen durch Schnipsen wie bei einem Münzwurf entscheiden. Das Hinweisplättchen wird offen sichtbar für alle Mitspieler in die Tischmitte gelegt.

Einen Verdächtigen beschuldigen

Sobald einer der Spieler eine Ahnung hat, wer der Oberspion ist, bei dem alle 5 Merkmale erfüllt sind und diesen auf dem Tisch ausliegend sieht, legt er sein Agentenplättchen darauf und verhaftet ihn  somit. Dies kann man jederzeit machen, auch wenn man nicht an der Reihe ist. Die Verdachtsphase endet, sobald alle bis auf einen Spieler einen Spion festgenommen werden.

Da aber jeder nur einen Spion verhaften kann, also auf einer Karte immer nur ein Agentenplättchen liegen darf, heißt es schnell sein! Ist der (mutmaßliche) Oberspion bereits verhaftet, dann sollte man versuchen einen seiner 5 Helfershelfer zu erwischen, bei denen 4 der 5 Hinweiskriterien erfüllt sind.

Die Wertungsphase

Der Verdächtige ist mit einem Agentenplättchen markiert

Der Verdächtige ist mit einem Agentenplättchen markiert

Nun decken alle Spieler ihre verdeckten hinweise auf und es wird identifiziert, wer der Oberspion und dessen Helfer sind. Wer den Oberspion verhaftet hat, darf sich ein goldenes Punkteplättchen neben, wer einen seiner Helfer erwischt hat, einen weißen. Der Spieler, der als letztes versäumt hat, einen Spion zu verhaften muss einen schwarzen Chip nehmen, ebenso, wer einen Spion fälschlicherweise verdächtigt hat.

Jeder Spieler darf sich die die eigenen Punkte ansehen, hält diese aber vor den anderen so lange geheim, bis einer 10 Punkte hat. Die goldenen Chips bringen 3 bis 5 Punkte, die weißen 1 bis 2
Punkte und die schwarzen 0 oder sogar -1 Punkte. Hier kommt es also auch auf ein glückliches Händchen an!

Familienspiel Checkpoint Charlie - Jemand nimmt einen goldenen Chip

Wer den Oberspion enttarnt hat, bekommt einen goldenen Chip

Spielende

Checkpoint Charlie ist zu Ende, wenn entweder

  1. ein oder mehrere Spieler 10 Punkte oder mehr haben
  2. die Punktechips einer Farbe aufgebraucht sind
  3. die 5. Runde vorbei ist

Gewonnen hat dann wer die meisten Punkte hat, bei Gleichstand, wer zusätzlich die meisten Goldmünzen hat.

Spielvarianten

Um für Abwechslung zu sorgen, hat sich der Autor gleich 2 Varianten für das Familienspiel Checkpoint Charlie einfallen lassen. In der einen Variante wird einer der schwarzen Punktechips mit -1 durch den Stasi-Chip ersetzt. Dies bedeutet für ihn für die folgende Runde das Handicap, dass er sein Hinweisplättchen von vornherein offen vor sich hinlegen muss. Die anderen Spieler sind ihm also immer einen Schritt voraus.

Bei der anderen Variante „Café Adler“, benannt nach einem bei Spionen damals beliebten Café nahe der Berliner Mauer, werden 4 Chips durch solche mit Kaffeetassen ersetzt. Diese darf man mit gleichfarbigen Chips der anderen Mitspieler tauschen und ihnen so unter Umständen Punkte abluchsen.

Bewertung und Fazit

Bewertung

Idee
Ausstattung
Spielspaß
Anleitung
Preis / Leistung
Gesamtnote
sehr gut

Für wen lohnt sich das Familienspiel Checkpoint Charlie?

Familienspiel Checkpoint Charlie - Jemand nimmt einen goldenen Chip - Agentenkarte

Eine der Agentenkarten: Marcus Meridian

Das Spiel ist schnell zugänglich und vom Schwierigkeitsgrad logischen Denkens eher einfach. Daher eignet es sich sehr gut als Familienspiel bzw. Spiel für Kinder. Auch die Gestaltung des Spielmaterials mit Hunden und Katzen ist sehr kindgerecht und auch wenn die Verpackung es als ab 10 deklariert, denken wir, dass es durchaus auch jüngeren Kindern Spaß machen kann.

Wer sich von einem Deduktionsspiel erwartet, komplexere Schlussfolgerungen ziehen zu müssen, wird hier jedoch weniger auf seine Kosten kommen. Solchen Spielern sei als Alternative das ebenfalls dieses Jahr (2018) neu erschienene  Gangster City empfohlen.

Pro und Contra

Sehr gut hat uns als Berlinern an Checkpoint Charlie gefallen, wie das Spiel auf kindgerechte Weise das Thema des Kalten Kriegs bzw. des geteilten Berlins aufnimmt. Es eignet sich unter didaktischem Gesichtspunkt also sowohl, um Kindern logisches Schlussfolgern beizubringen, als auch um sie mit diesem Aspekt der (deutschen) Geschichte vertraut zu machen.

Die Spielmechanik ist grundsätzlich gut und hat mit den verschieden hohen Punktewerten auch noch ein Glückselement integriert, um die Chancen für die Spieler etwas auszugleichen, die weniger gut, oder einfach langsam im Deduzieren sind. Auch, dass es gleich 2 Spielvarianten gibt ist ein Bonus.

Etwas schade fanden wir, dass es bei den 5 Ermittlern nur eine einzige Frau gibt und bei den Spionen sogar gar keine (alle tragen Männernamen). Für ein 2018 erschienenes Spiel mutet das etwas anachronistisch und unbedacht an.

Für reine Erwachsenenrunden bzw. für Spieler, die Logikrätsel lieben ist Checkpoint Charlie auf Dauer ein bisschen zu leicht, als Familien- bzw. Kinderspiel ist es gerade deshalb aber ein perfekter Einstieg in Deduktionsspiele. Auch ist es zu einem sehr günstigen Preis zu haben (Stand Dezember 2018).

Fazit

Checkpoint Charlie ist ein kurzweiliges Deduktionsspiel, das sich perfekt eignet, um Kinder an Logikspiele und analytisches Denken heranzuführen.

Kennst du schon Würfelland oder Troll & Dragon? Auf Abenteuer Freundschaft gibt es noch viele Tipps für Familienspiele, Inspiration für originelle Geschenke und für Aktivitäten mit Kindern, Freunden und dem Partner.

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