Gangster City ist eine Spieleneuheit 2018 des HUCH!-Verlags

Willkommen in Gangster City, der Stadt des Verbrechens! – Ein Spiel für geborene Spürnasen, bei dem es auf logisches Kombinieren und ein bisschen Glück ankommt.

Du bist Detetctiv in Gangster City, einer Stadt in der beinahe täglich Morde geschehen. Die Polizei kommt mit der Aufklärung der ganzen Fälle kaum hinterher. Kein Wunder, dass dir und deinen Kollegen euer notorisch übellauniger Boss Kommissar Kätsch im Nacken sitzt und Druck macht.

Immerhin: um euch richtig zu motivieren, winkt er diesmal mit einer Gehaltserhöhung – für denjenigen unter euch, der zuerst 2 Fälle gelöst hat. Also: volle Konzentration!

Hinweis: Der HUCH!-Verlag hat uns freundlicherweise ein Rezensionsexemplar des Spiels zugesandt. Diese Rezension ist jedoch unbezahlt und gibt unsere eigene Meinung wieder.

Gangster City im Überblick

  • Preis (auf amazon)*: € 13,95
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Spieler: 1 – 6 Spieler
  • Dauer: ca. 20 Minuten
  • Verlag: HUCH!
  • Spielautoren: Henrik Larrson & Kristian Amundsen Østby
  • Erscheinungsjahr: 2018
  • Spielziel / Worum geht’s?: Als erster Spieler 2 Fälle lösen, indem man Informationen sammelt und mit Grips kombiniert.

Gangster City – So wird ermittelt

Spielmaterial und Aufbau

Gangster City kann man mit bis zu 6 Spielern spielen.
Spielsituation bei Gangster City zu viert

Das Spiel ist einfach erklärt und erlaubt deshalb einen schnellen Einstieg und Spielstart. Alles dreht sich rund um die Fallkarten. Jeder Fall stellt eine Kombination aus Täter, Tatwaffe, Tatort und Motiv da.

Da es 3 Tatverdächtige (Ganove, Tänzerin, Wissenschaftler), 3 mögliche Tatwaffen (Revolver, Messer, Spritze), 3 Tatorte (Straße, Hotelzimmer, Theater) und 2 Tatmotive gibt, ergeben sich 54 Kombinationsmöglichkeiten und ebenso viele Fallkarten.

Jeder Spieler zieht verdeckt eine eigene Fallkarte, die er selbst nicht anschauen darf (!), aber so in einen kleinen Plastikständer stellt, dass er nur die Rückseite, alle anderen Spieler aber den Fall vor sich sehen. Jeder sieht also alle anderen Fälle klar vor sich, nur den eigenen nicht.

In der Mitte werden nun 3 weitere Fallkarten offen ausgelegt und alle restlichen als Nachziehstapel daneben gelegt.

Spielprinzip

Beginnend beim Jüngsten sind die Spieler nun reihum am Zug und haben immer 2 Möglichkeiten: ermitteln oder einen Verdacht aussprechen bzw. eine Verhaftung vornehmen. Zunächst muss man natürlich ermitteln, um überhaupt Anhaltspunkte für seinen Fall zu haben.

Das Ermitteln funktioniert, in dem man entweder von den 3 offenen Karten oder vom Nachziehstapel eine Karte zieht und offen hinlegt. Die offenen Karten werden immer vom Stapel nachgefüllt.

Die anderen Spieler müssen dem Spieler, der an der Reihe ist, nun sagen, in wie vielen Aspekten diese Karte mit seinem Fall übereinstimmt. Aber auf keinen Fall in welchen, nur die Anzahl der Übereinstimmungen!

Der Spieler legt die dann so vor sich ab, dass die Zahl der Übereinstimmungen (0, 1, 2 oder 3) zu ihm zeigt. Man braucht mindestens 2 Karten, um daraus mit logischer Konsequenz auf die eigene Fallkarte schließen zu können, manchmal aber auch bis zu 5, wenn man Pech hat.

Bei Gangster City muss man logisch kombinieren um auf die Lösung eines Falls zu kommen
Ermittlungskarten bei Gangster City

Achtung: Glaubt ein Spieler die Lösung zu seinem Fall zu kennen, also die richtige Viererkette aus Täter – Waffe – Tatort – Motiv, muss er erst bis zur nächsten Runde warten, um seinen Verdacht zu äußern und somit eine Verhaftung durchzuführen.

Fälle abschließen

Liegt ein Spieler richtig, der einen Verdacht äußert, darf er seine Fallkarte aufdecken und neben sich ablegen. Er zieht nun eine zweite Fallkarte vom Nachziehstapel und seine Ermittlungskarten werden beiseite gelegt.

Hat ein Spieler sich bei der Verhaftung vertan, passiert nichts, außer dass er eine Runde lang nicht die Chance hat, weiter zu ermitteln.

Kann ein Spieler seinen Mitspielern nachweisen, dass diese ihm versehentlich fehlerhafte Informationen gegeben haben, weil etwas logisch nicht stimmen kann, darf er seine Fallkarte sofort aufdecken.

Wer als Erster 2 Fallkarten gelöst hat gewinnt das Spiel. Wenn man länger spielen will, kann man natürlich auch eine höhere Anzahl Verhaftungen als Spielziel festlegen. Außerdem kann man die verschärfte Regel einführen, dass man nur einmal mit einem Verdacht falsch liegen darf und sonst ausscheidet.

Gangster City als Solovariante oder kooperatives Spiel

Gangster City kann man auch als Rätselspiel solo spielen
Eine der schwersten Rätselaufgaben der Solovariante…

Wenn man alleine spielt oder zu zweit einen Fall lösen wollt, gibt es natürlich keinen Gegenspieler, der einem Gemeinsamkeiten sagen könnte.

Für diese Variante gibt es in der Spielanleitung daher eine Liste mit 22 Aufgaben, den ungelösten Fällen. Diese geben genau vor, welche Karten mit jeweils wieviel Übereinstimmungen auszulegen sind. Darauf basierend muss man nun den Fall lösen und die gesuchte Karte finden.

Es handelt sich also eher um kleine Rätsel, die von leicht nach schwer geordnet sind. Sie bilden zugleich eine gute Möglichkeit, jemandem das Spiel zu erklären oder einfach ungestärt die eigene Kombinationsgabe zu trainieren.

Fazit

Wir haben Gangster City zu zweit, zu viert und auch in der Solovariante gespielt. Sehr positiv ist, wie schnell man ins Spiel hinein kommt. Die Anleitung ist knapp aber verständlich verfasst und es gibt sogar ein paar Karten mit Kurzanleitung, die sich vor allem Kinder als Gedächtnisstütze neben den Platz legen können.

Das Spielprinzip hat uns sehr an den Spieleklassiker Mastermind erinnert, wo es ja auch darum geht, eine Viererkombination durch immer mehr Hinweise logisch zu erschließen. Im Unterschied zu Mastermind ist Gangster City aber weniger abstrakt und mit dem Thema Kriminalermittlung und den schön gestalteten Karten bietet es gerade für jüngere Spieler eine ansprechendere Aufmachung.

Gangster City ist ein empfehlenswertes, kurzweiliges Familienspiel und ist auch als Reisespiel für unterwegs ideal. Denn das Material und der Aufbau sind begrenzt und eine Runde dauert nur 15 bis 20 Minuten.

Gefragt ist bei Gangster City vor allem logische Deduktionsgabe, die dabei auch trainiert wird. Für erwachsene Cracks in Sachen Logikrätsel wird Gangster City vermutlich zu wenig Herausforderung bieten, für alle anderen ist das Schwierigkeitsniveau genau richtig.

Dennoch gibt es auch ein Glückselement bei Gangster City: je nachdem welche Karten man zieht und welche auf dem Tisch zur Wahl liegen, kann es sein, dass man bereits mit 2 Ermittlungskarten seinen Fall löst, oder bis zu 5 braucht, um dahinter zu kommen.

Fazit: Gangster City ist ein kurzweiliges Kartenspiel, bei dem es auf Köpfchen ankommt und dass sich gut als Familienspiel und als Reisespiel für unterwegs eignet.

Bewertung
  • Idee
  • Ausstattung
  • Spielspaß
  • Anleitung
  • Preis / Leistung
3.9

Bei Abenteuer Freundschaft findest du noch weitere Rezensionen, zu Spieleneuheiten 2018, z.B. Die Quacksalber von Quedlinburg und Troll & Dragon.

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