Beim Kartenspiel Skat muss man einige Regeln kennen und das Reizen verstanden haben

Reizen, drücken, zocken: und das zwei gegen einen! Skat ist eines jener Kartenspiele, die unglaublich schnell süchtig machen, wenn man einmal angefixt ist. Denn dieses Spiel ist enorm vielseitig, taktisch und komplex – und mit dieser Anleitung ganz einfach zu lernen!

Skat – Das Kartenspiel mit einer echten Bundesliga

Der berühmte klassische Komponist Richard Strauss liebte dieses spannende Kartenspiel so sehr, dass er in seine Oper Intermezzo eine echte Skat-Partie einbaute! Es gibt Skat-Kongresse, eine Skat-Bundesliga und sogar ein internationales Skat-Gericht – Skat spielen ist für viele Deutsche mehr als eine schöne Freizeitgestaltung sondern ein mit Leidenschaft verfolgter Sport!

Skat ist ein sogenanntes Stichspiel, bei dem immer zwei Spieler gegen den dritten Mitspieler spielen. Wer alleine spielt, entscheidet sich durchs Reizen. Beim Reizen wird wie bei einer Auktion versteigert, wer das höchste Gebot abgibt und somit das Spiel alleine spielt. Die Höhe des Gebots ist entscheidend dafür, um welchen Spielwert nun gespielt wird – doch je höher ein Spieler reizt, desto reduzierter seine Auswahlmöglichkeit für Spielansagen. Dann spielt man Einer gegen Zwei um die Stiche, bis die letzte Karte ausgespielt wurde. Nach jeder Runde zählen die Spieler ihre Stiche und notieren den Punktestand.

Die folgende Skat-Anleitung orientiert sich an den offiziellen Regeln der Internationalen Skatordnung – denn wie bei allen beliebten Kartenspielen gibt es mittlerweile etliche Variationen von Skat!

Bei diesem Kartenspiel kann es ein talentierter Spieler zum Meistertitel bringen – vielleicht an deinem Spieleabend mit Freunden? Denn um diesen Kartenspiel-Klassiker zu lernen und dem Bann des Skat zu verfallen, braucht es nur einen Satz mit 32 Karten und zwei Mitspieler. Wenn ihr mehr seid, könnt ihr natürlich auch euer eigenes Skat-Turnier abhalten. 😉

Skat – Die Vorbereitung

Spieler: 3 – ideal 4 beim Turnier-Skat (+ x: Jeder weitere Spieler setzt im Uhrzeigersinn aus. Da eine Skatrunde kurzweilig ist, kann man Skat problemlos mit 4-5 Spielern und Aussetzen spielen.)

Spielkarten: 32 Blatt und Stift und Papier zum Notieren der Punkte

Geforderte Fähigkeiten: Aufmerksamkeit, Mitdenken, Taktik und Glück

Der Geber

Beim Skat spielen drei Spieler jedes Skatspiel aktiv mit. Bei vier oder mehr Mitspielern dagegen, setzt der Geber für die Spielrunde aus. Jedes Spiel wechselt der Geber bei mehr als drei Mitspielern im Uhrzeigersinn, so muss kein Mitspieler lange pausieren. Wenn jeder Mitspieler einmal die Karten verteilt hat, ist eine Runde Skat abgeschlossen und eine neue Runde beginnt.

Eine Runde geht immer so lange, bis alle Karten ausgespielt sind. Dann werden die Karten neu gegeben.

Abheben und Austeilen

Beim Skat werden auch die Karten nach festen Regeln verteilt
3-Skat-4-4 – verteilt der Geber die Karten

Vor Beginn jedes Skat-Spiels mischt der Geber die Karten sorgfältig. Nun legt er den verdeckten Kartenstoß vor den Mitspieler, der zu seiner Rechten sitzt und lässt ihn von oben Karten abheben: dabei müssen mindestens 4 Karten liegen bleiben und vier Karten abgehoben werden. Anschließend stapelt er den unteren Kartenstapel auf den oberen.

Nun verteilt der Geber von der Oberseite seines Stapels im Uhrzeigersinn verdeckt die Karten nach einer festen Ordnung aus, beginnend mit seinem linken Nachbar. Zuerst gibt er jedem drei Karten und legt danach zwei Karten verdeckt in die Tischmitte. Diese zwei Karten sind der Skat oder Stock. Dann gibt er jedem vier Karten und in der letzten Geberrunde jedem nochmal drei Karten. Jeder Mitspieler darf jedoch nur die 10 Karten sehen, die er verdeckt ausgeteilt bekommt. Ansonsten muss neu gemischt und gegeben werden.

Reizen – Punkt-Auktion um das Spiel

Reizen ist beim Skat enorm wichtig - wer überreizt hat schon verloren
Skat: Reizen für ein Farbspiel Herz

Jeder Mitspieler betrachtet nun sein Blatt, überlegt sich, welche Spiele er spielen kann und will, und schätzt den Wert der eigenen Karten für das Reizen. Beim Reizen bietet man um das Skat-Spiel – das heißt der Spieler mit dem höchsten Gebot spielt alleine und „„bekommt“ es.

Reihenfolge beim Reizen

Die Mitspieler heißen nun im Uhrzeigersinn vom Geber aus Vorhand, Mittelhand und Hinterhand.

Nun beginnt die Mittelhand mit dem Reizen: er ist der erste sagende Spieler. Der sagende Spieler nennt dem sogenannten hörenden Spieler – der Vorhand – ansteigende festgelegte Spielwerte (siehe Tabelle) bis einer „„weg“ sagt – er passt. Der Spieler, der nicht zuerst „„weg“ sagte, hört nun die Gebote der Hinterhand. Derjenige, der nicht passt und „„weg“ sagt, hat das Spiel und ist damit der Alleinspieler oder Solist. Die anderen beiden Spieler bilden nun ein Team und spielen gegen ihn, dürfen sich allerdings nicht absprechen!

Der Solist bekommt den Skat oder Stock und sagt an, welches Spiel gespielt wird. Bei einem guten Blatt versucht ein Spieler Solist zu werden, um Punkte zu sammeln – bei einem verlorenen Spiel bekommt er allerdings die doppelten Minuspunkte, das Risiko ist somit auch höher! Es ist also wichtig, sich genau zu überlegen wie hoch man mit reizt – nicht immer ist es bei Skat sinnvoll, den Höchstwert zu bieten, den die Karten erlauben.

Wenn alle Spieler „„weg“ sagen, also passen, vermerkt man dies und der nächste Geber gibt ein neues Spiel aus.

Berechnung der Reiz-Werte

Man kann in der folgenden Zahlenfolge bei der Punkte-Auktion reizen: 18-20-22-23-24-27-30-33-35-36-40-44-45-46-48-50-54-55-59-60-63-66-70-72-77-80-81-84-88-90-96-99-100-108-110-117-120-121-126-130-132-135-140-143-144-150-153-154-156-160-162-165-168-170-176-180-187-192-198-204-216-240-264

Um zu entscheiden, wie hoch man mit seinem Blatt reizen kann, muss man einige Spielwerte berechnen oder auswendig kennen und kommt dann auf eine Zahl aus dieser Zahlenreihe (siehe Tabelle). Denn der Wert des Spiels muss am Ende dem Reizgebot entsprechen, mit dem der Solist die Punkte-Auktion für sich entschied oder höher sein!

Spielwerte zum Reizen

Anzahl der Spitzen + Gewinngrad

Der tatsächliche Wert des Spiels berechnet sich aus der Art (Farbspiel/Grand/Null etc.), den eigenen Karten, den Karten im Skat (die der Solist allerdings beim Reizen noch nicht kennt) und der angekündigten sowie erreichten Gewinnstufe.

Formel fürs Reizen

Wert der Trumpffarbe (oder ggf. Spielart) x (Anzahl der Spitzen ODER fehlenden Spitzen + Gewinngrad)

Als Spitzen bezeichnet man in der Skat-Fachsprache die höchsten Trümpfe, gemäß der Reihenfolge:  ♣ Bube – ♠ Bube – Bube – Bube. Wenn ein Spieler den ♣ Buben hat, aber nicht den ♠ Buben, hat er nur eine Spitze! Es spielt dabei keine Rolle, ob er die anderen beiden Buben hat. Hat er die ♣ und ♠ Buben, nicht aber den  Buben, hat er zwei Spitzen usw. Hat er die obersten Trümpfe nicht, wird die Anzahl der von oben der festen Reihenfolge nach fehlenden Spitzen als Spitzenfaktor gewertet: Hat der Spieler z.B. von den Buben nur den  Buben, spielt er ohne drei Spitzen, weil  ♣ , ♠ und  Bube fehlen!

Falls sich nach dem Spiel zeigt, dass der Solist sein Reizgebot nicht mit seinen Karten erfüllt hat, hat er überreizt und somit das Spiel verloren.

Die 3 Spielarten beim Skat

1. Farbspiel:

Beim Skat kann man bei einem Farbspiel Kreuz x12 reizen
Gute Skat-Karten für ein Farbspiel Kreuz?

Es gibt die Möglichkeit ein Farbspiel zu spielen – das heißt Karo/Schellen, Herz/Rot, Pik/Grün oder Kreuz/Eichel sind Trumpf. Dabei wird die Anzahl der Spitzen + 1 mit folgenden festgelegten Grundwerten multipliziert: = x 9 ,  = x 10, ♠ = x 11, ♣ = x 12.

Die Buben haben eine Sonderrolle beim Skat – alle Buben sind bei Farbspielen ebenfalls Trümpfe: und zwar höhere Trümpfe als die Farb-Trümpfe! In allen Farbspielen sind also alle Trümpfe in der Rangfolge dem ♣-Buben untergeordnet:  ♣-Bube, ♠-Bube, -Bube, ♦-Bube! Die nächsten Trümpfe sind die von oben nach unten absteigenden Karten des Farbspiels.

In unserem Beispiel eines Herz-Farbspiels ist das die absteigende Reihenfolge der Trümpfe: ♣-Bube, ♠-Bube, -Bube, ♦-Bube, -Ass, ♥-10, -König, -Dame, -9, -8, -7. Bei einem Stich ist ein-Bube also höher als ein -Ass.

Beispiel: Spieler A hat den -Buben und -Buben. Er möchte ein -Farbspiel spielen. Also kann er soweit reizen: Ohne 1, Spiel 2 x 11 (♠), ergibt 22. 

2. Grand:

Beim Skat kann man bei einem Grandspiel hoch reizen
Skat: Grand oder doch auf Nummer sicher mit einem Farbspiel Pik?

Nur die Buben/Unter sind Trumpf! Einen Grand multipliziert man mit 24. Der ♣-Bube ist der höchste Trumpf, die „„1“, ♠-Bube die „„2“, -Bube die „„3“, -Bube die „„4“. Hat man den ♣-Buben, spielt man „„mit 1“, hat man ihn nicht „„ohne 1“. Dabei berechnet sich der erste Trumpf-Multiplikator danach, welche Buben man absteigend auf der Hand hat und addiert einen Wert. Beim Grand reizt man so: Hat man den -Buben und den -Buben, ist das „„Ohne 1, Spiel 2“, dh. 2 x 24 (Grand) = 48.  Hat man den ♣-Buben und den ♠-Buben: „„mit 2, Spiel 3“, dh. 3 x 24=72

3. Null:

Beim Skat kann man auch ein denkbar schlechtes Blatt eigentlich super sein - bei einer Null
Bei einem Null-Spiel gelten beim Skat andere Regeln!

Es gibt keinen Trumpf. Der Alleinspieler/ Solist gewinnt nur wenn er keinen einzigen Stich macht. Der feste Reizwert ist hier 23!

Spitzen und Gewinngrade beim Skat

Beim Skat sind die Spitzen für das Reizen und zum Spielen enorm wichtig
Spitzen-Rangfolge bei einem Farbspiel ♣

Spitzen-Faktor: Absteigend vom Kreuz Buben nennt man eine lückenlose Abfolge von Trümpfen Spitzen. Also: ♣B-♠B-B-B gewählte Trumpffarbe Ass-10-König-Dame-9-8-7.

Beispiel: Hat man den ♣- und -Buben sagt man „„Mit 1“, hat man alle 4 Buben + Ass und 10 in der Trumpffarbe „„Mit 6“  

Fehlen die ersten Trümpfe bis zum -Buben, sagt man „„ohne 3“

Gewinngrad normales Spiel:

1 = normales Spiel

2 = Ansage Schneider, Solist oder Gegenpartei erzielen maximal 30 Augen

3 = Schwarz, Solist oder Gegenspieler bekommen keinen Stich

Gewinngrad Hand:

1= normales Spiel

2= Hand

3 = Schneider

4 = Schneider angesagt

5 = Schwarz

6 = Schwarz angesagt

7 = Offen

Wichtig: (Spitzenfaktor + Gewinngrad) x Trumpffarbe = Reizfaktor

Handspiel und offenes Spiel

Beim Skat erhöht ein hand Ouvert den Spielwert und die Punktezahl für die Wertung
Hand Ouvert Spiel mit guten Karten

Diese 3 Spielarten kann man als „„Handspiel“, oder „„offen/ouvert“ spielen. Beim Handspiel verzichtet der Solist darauf, den Skat anzuschauen und er bleibt verdeckt. Dafür darf er einen Multiplikator dazu rechnen und kann höher reizen!

Im Beispiel: ♣- und ♠-Buben + 1 Hand ansagen = ‚‚Mit 2 Spiel 3“ + 1 Hand x11 (♠), ergibt 44.

Offen (auch frz. Ouvert genannt) heißt: der Solist legt seine Karten offen auf den Tisch, so dass sie seine Gegenspieler sehen. Er muss sich seines Gewinns also sehr sicher sein. Spielt er ein Farbspiel oder einen Grand ist ein Ouvert-Spiel nur in Kombination mit einem Handspiel möglich!

Das heißt, der Spieler hat so gute Karten, dass er den Skat gar nicht erst anschaut und seine Karten offen auf den Tisch legt. Für diese Ansage darf er zwei Multiplikatoren dazu rechnen zum Reizen.

Beispiel:   ♣-Bube, ♠-Bube, -Bube, mit 3 Spiel 4 + 1 Hand + 1 Ouvert ansagen = 6 x 11, ergibt 66 wenn er ein Farbspiel spielt. Bei einem Grand mit ♣-Bube, ♠-Bube, -Bube, -Bube reizt er: ‚‚Mit 4 Spiel 5, Hand 6, Ouvert 7 x 24 (Grand) = 168!‘‘

Nullspiele haben immer feste Werte – auch bei Hand und Ouvert: Bei einer Null Hand 35, bei einer Null Ouvert/offen 46, bei einer Null Hand, Ouvert 59.

Skat spielen – Jetzt wird gestochen!

Beim Skat spielen drei Spieler und versuchen zu gewinnen
Farbspiel oder Grand?

Die Spieler reizen in der oben aufgezählten Folge, also: zuerst reizt die Mittelhand und die Vorhand hört zu und geht mit oder steigt mit einem ‚‚weg‘‘ aus dem Reizen aus. Der Spieler, der zuerst ‚‚weg‘‘ sagt ist aus dem Spiel. Nun reizt die Hinterhand und der Spieler, der gerade nicht weg sagte, ist der Hörende. Der Spieler, der höher reizt ist der Solist. Er hat das Spiel. Der Sagende kann beim Reizen immer auch Zahlen überspringen (Sprungreizen). Der Hörende antwortet mit ‚‚ja‘‘ oder ‚‚weg‘‘. Die gereizte Zahl ist dabei wichtig: sie kann eine Aussage über die Karten auf der Hand des Solisten enthalten – oder er hat geblufft!

Nach dem Reizen nimmt der Solist bei einem normalen Spiel den Skat auf und darf zwei Karten seiner Wahl wieder verdeckt hinein legen. Der Skat kann seine Sieg-Chancen also erheblich erhöhen, da er gute Karten erhalten und die 2 unpassendsten wegdrücken kann! Eine weitere Strategie kann aber auch sein, gerade Karten mit hoher Augenzahl zu drücken, da der Solist gefährdete hohe Karten so sicher hat!

Spiel ansagen

Nun sagt er erst sein Spiel an – entweder ein Farbspiel, einen Grand oder eine Null. Bei Hand nimmt er den Skat nicht auf und kann als Folge noch Schneider (die Gegenpartei bekommt höchstens 30 Punkte) oder Schwarz (die Gegenpartei bekommt keinen Stich) ansagen: das gibt mehr Punkte ist jedoch schwerer zu spielen!

Insgesamt dauert eine Runde Skat 10 Stiche. Die Vorhand beginnt und legt eine beliebige Karte offen auf den Tisch. Im Uhrzeigersinn müssen die Mittel- und Hinterhand die Farbe der gelegten Karte nun bedienen (bekennen). Bedient ein Spieler eine niedrigere Karte, nennt man das zugeben, legt er eine höhere nennt man das im Skat-Fachjargon übernehmen.

Wenn der Spieler die gespielte Farbe nicht hat (und nur dann!), darf er eine beliebige Karte legen. Legt er einen Trumpf, nennt man das einstechen. Man kann auch darauf setzen, dass ein Stich dem Gegner oder dem Partner zufällt und schlechte Karten abwerfen oder Gute hinein legen, das nennt man schmieren.

Wer bekommt beim Skat den Stich?

Beim Skat versucht man taktisch klug die Karten in den Stichen einzusetzen
Das Ass bekommt den Stich

Der Spieler gewinnt den Stich, der die ranghöchste Karte legte. Er nimmt den Stich und legt ihn verdeckt vor sich. Jeder Stich läuft so ab – aber immer der Spieler, der den letzten Stich gemacht hat, darf nun die erste Karte ausspielen.

In Farbspielen sind die Buben die ranghöchsten Trümpfe, die Rangfolge der Karten ist wie folgt: ♣B – ♠B – B – B- Ass-10-K-D-9-8-7 (die letzten 7 in der jeweiligen Trumpffarbe). Bei einem Grand sind die Buben die einzigen Trümpfe in der Rangfolge ♣B – ♠B – B – B. Bei einer Null reihen die Werte sich ein, es gibt keinen Trumpf und auch die Buben und 10en sind nichts besonderes. Die Rangfolge ist somit: Ass-K-D-B-10-9-8-7.

Nach dem Spiel zählen der Solist und die Gegenpartei ihre Punkte: Ass gibt 11 Punkte, 10 gibt 10 Punkte, König gibt 4, Dame 3, Bube 2 Punkte. Die 9en, 8en und 7en sind sogenannte Luschen und geben keine Punkte. Der Solist zählt auch die Karten im Skat dazu.

Für den Sieg eines normalen Skat-Spiels muss der Solist mindestens 61 Punkte erzielen, die Gegenspieler haben mit 60 Punkten gewonnen. Für einen Schneider braucht der Solist mindestens 90 Punkte. Bei einem Schwarz erzielt er alle Stiche. Ein Null gewinnt der Solist, wenn er keinen einzigen Stich macht.

Wer gewinnt? Punktezahl und Wertung beim Skat

Überreizen

Zuerst wird geschaut, ob der Spielwert dem gereizten Wert entspricht. Wenn der Solist zu hoch gereizt hat, hat er das Spiel verloren, egal wie viele Punkte er gemacht hat! Das kann bei einem Spiel ‚‚ohne‘‘ leicht passieren – denn die Spitzen können im Skat liegen und den Spielwert so verändern, wenn man sie nicht wieder wegdrückt.

Beispiel: Gereizt: Ohne 2, Spiel 3 x ♠(11) = 33 ⇒ Im Skat: ♣-Bube ⇒ nicht weggedrückt ⇒ neuer Spielwert: Mit 1, Spiel 2 x ♠ (11) = 22 ⇒ spielt er ♠, hat er verloren

Alternative Möglichkeiten: Er kann versuchen Schneider zu spielen, um das Spiel so aufzuwerten: Mit 1, Spiel 2, Schneider 3 x ♠ (11) = 33 oder er spielt einen Grand: Mit 1, Spiel 2 x 24 = 48

Handspiel: Der Skat zählt bei Grand oder Farbspiel zu den Stichen des Solisten

Wertung der Augenzahl

Die maximale Punktezahl beim Skat sind 120 Augen. Der Solist braucht 61 Punkte um zu gewinnen, den Gegenspieler reichen 60 Punkte für einen Sieg.

Ausnahmen: Bei einem angesagten Schneider, muss der Solist mindestens 90 Punkte erzielen, bei einem angesagten Schwarz alle 120 Punkte.

So zählen die Karten: Ass = 11 Punkte, 10=10 Punkte, König = 4 Punkte, Dame = 3 Punkte, Bube = 2 Punkte, 9,8,7 = 0 Punkte / Luschen

Punktezahl aufschreiben

Bei jedem Skat-Spieler werden nur die Punkte, die er als Solist erzielt, notiert! Er bekommt den Wert des Spiels gut geschrieben, wie beim Reizen siehe oben erklärt. Wenn der Solist verliert, dann bekommt er allerdings den doppelten Spielwert als Minuspunktzahl abgezogen.

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