5 geniale Dart-Varianten für noch mehr Spaß beim beliebten Wurfspiel

Mit diesen 5 Dart-Varianten sorgst du beim nächsten Darts-Abend mit deinen Freunden für maximale Abwechslung.

Mit Darts verbinden die meisten wahrscheinlich das Bild einer urigen Eckkneipe, wo markige Kerle beim Feierabendbier mit ihren Kumpels ihre durch Zielwasser beeinflusste Treffsicherheit messen. Dabei ist Dart viel mehr als das: ein Meisterschaftssport, ein anspruchsvolles Geschicklichkeitsspiel und einst möglicherweise ebenso ein Spiel der Könige, wie Schach.

Die Ursprünge des Dartspiels verlieren sich im Dunkel der Geschichte, führen aber definitiv nach England, wo angeblich schon Anne Boleyn anno 1533 ihrem Bräutigam Heinrich dem VIII. ein Dartspiel zur Hochzeit schenkte. Ob der wahre Grund, warum der König sie 3 Jahre später enthaupten ließ, wohl ist, dass er immer beim Dart gegen sie verlor??

Wir wissen es nicht, aber ganz unmöglich scheint es nicht, da Dart definitiv ein Sport ist, der Leidenschaft und Ehrgeiz weckt und den ein oder anderen Spieler sicherlich schon in Rage gebracht hat, wenn er das Bull’s Eye knapp verfehlt hat…

Die heutigen Regeln, die Art der Pfeile und die Einteilung der beim Dartspiel verwendeten Zielscheibe haben sich allerdings erst viel später im 19. Jahrhundert in England entwickelt. Neben den bei heutigen Meisterschaften gültigen Regeln gibt es zahlreiche Dart-Varianten, von denen jede ihren eigenen Reiz hat.

Moderne elektronische Dartscheiben übernehmen gleich das Punkte zählen, was vor allem für Anfänger sehr hilfreich ist. Einem richtigen Dart-Abend in den eigenen vier Wänden mit Familie oder Freunden steht also nichts mehr im Wege! Und damit für Abwechslung und gute Stimmung gesorgt ist, stellen wir euch die 5 beliebtesten Dart-Varianten vor.

Klassische Wurfregel & Dartscheibe

Bei allen Dart-Varianten besteht ein Zug eines Spielers aus 3 Würfen. Darum gibt es bei Dart-Sets häufig auch jeweils 3 Dartpfeile einer Farbe. Eine Runde ist vorbei, wenn jeder Spieler seine 3 Pfeile geworfen hat.

Die heute übliche Dartscheibe ist bereits seit 1896 in Gebrauch. Grundsätzlich entspricht jedem tortenstückförmigen Sektor darauf die außen am Rand stehende Punktezahl, also 1-20. Die Zahlen sind allerdings so angeordnet, dass ein ungenauer Wurf bestraft wird. Zielt man z.B. auf die 19 und verfehlt sie knapp, landet der Pfeil nicht bei 18 oder 20, sondern bei 3 oder 7.

Der schmale äußere Ring markiert die Double-Felder, der schmale innere Ring die Triple-Felder. Ein darauf treffender Dart erzielt die doppelte bzw. dreifache Punktezahl des Sektors. Das kreisrunde Feld in der Mitte heißt Bull und der innere (meist rote) Kreis Bull’s Eye. Ein Pfeil in den äußeren Rand des Bull erzielt 25 Punkte, einer ins Bull’s Eye 50.

Fun Fact: Die meisten Menschen glauben, dass ein Wurf ins Bull’s Eye die höchste Punktzahl erzielt. In Wahrheit ist das höchste Feld beim Dart aber das schmale Triple-Feld des Sektors 20, denn ein Wurf darauf bringt 60 Punkte.

Die 5 beliebtesten Dart-Varianten

Eine der Dart-Varianten für zwei Spieler heißt Fuchsjagd
Fuchsjagd ist eine der besten Dart-Varianten für 2 Spieler

5. Fuchsjagd

Ein gutes Dart-Spiel zum Üben der Treffsicherheit für 2 Spieler oder 2 Teams: Fuchs und Jäger. Das Prinzip des Spiels ist, dass der Jäger den Fuchs im Uhrzeigersinn um die Dartscheibe jagt, schafft der Fuchs eine Umrundung, hat er gewonnen, holt der Jäger den Fuchs ein, gewinnt er (oder das Team Jäger).

Der Fuchs beginnt bei Feld 18, dass er zweimal treffen muss (oder einmal Double- oder Triple-Feld) um im Uhrzeigersinn zum nächsten Feld vorrücken zu dürfen, dass er wieder zweimal treffen muss. Für den Jäger gelten die gleichen Regeln des Vorankommens, er startet auf Feld 20, also 2 Felder hinter dem Fuchs. Dieser Abstand kann natürlich je nach unterschiedlicher Spielerstärke auch variiert werden.

4. Blinder Killer

Man schreibt die Zahlen 1 bis 20 auf kleine Zettel, faltet diese zusammen und mischt sie gut durch. Dann zieht jeder Spieler einen davon und schaut sich seine Zahl an ohne sie den anderen mitzuteilen. Weitere 3 oder 4 Zettel werden beiseite gelegt. Die übrigen Zettel werden geöffnet und so festgestellt, welche Zahlen bzw. Felder im Spiel sind.

Diese werden auf eine Tafel angeschrieben und hinter jeder Zahl eine vereinbarte Anzahl von Leben als Striche vermerkt, meist zwischen 8 und 12. Je mehr Spieler, desto geringer sollte man die Lebensanzahl festlegen, damit sich das Spiel nicht ewig hinzieht.

Jetzt werfen die Spieler reihum ihre 3 Dartpfeile und versuchen dabei die Zahlen zu treffen, die im Spiel sind. Ein einfacher Treffer bedeutet ein Leben Abzug, ein Treffer auf’s Double-Feld 2 Leben, auf’s Triple-Feld 3 Leben Abzug. Wenn hinter einer der Zahlen keine Striche mehr stehen und dies die Zahl eines der Spieler war, muss dieser sich melden und ist ausgeschieden. Wer als Letzter übrig bleibt hat das Spiel gewonnen.

Bei dieser Variante sollte man es sich also nicht anmerken lassen, wenn gerade die eigene Zahl getroffen wurde, denn wenn die anderen Spieler wissen, welche Zahl man hat, wird man vermutlich viel schneller ausgelöscht.

Mögliche Zusatzregel: Wer das Single Bull (grüner Ring) trifft, darf entscheiden von welcher Zahl ein Leben abgeht, beim Bull’s Eye zwei Leben.

3. Around the Clock

Wie der Name schon andeutet, wird bei dieser Dart-Variante einmal rund um die Uhr gespielt, das heißt es gilt der Reihe nach die Felder 1 bis 20 zu treffen. Wer dies zuerst geschafft hat, hat gewonnen. Da es zahlreiche, teils regional unterschiedliche Zusatzregeln gibt, sollten diese vorher zwischen den Spielern vereinbart werden.

Eine beliebte Zusatzregel besagt, wer auf ein Double-Feld trifft, darf die nächste Zahl überspringen, bei einem Wurf auf ein Triple-Feld sogar die nächsten zwei Zahlen. Bull und Bull’s Eye gelten als Joker für eine bzw. zwei Zahlen. Eine andere Variante besteht darin, dass man als letztes Feld nach der 20 noch das Bull treffen muss.

Beispiel: Lisa ist an der Reihe und hat bereits die Felder 1 bis 7 getroffen. Mit ihrem ersten Pfeil trifft sie das Double-Feld der 8. Darum darf sie sich auch die 9 sparen. Ihr zweiter Pfeil trifft die 10 auf dem Triple-Feld. Damit hat sie auch 11 und 12 gut. Mit ihrem dritten Pfeil trifft sie zwar nicht die 13, dafür aber das Bull im äußeren Rand. Dies zählt als Joker, das heißt die 13 darf sie sich im nächsten Zug sparen und bei 14 weitermachen.

2. Cricket / Tactics

Eine der beliebtesten Dart-Varianten ist Cricket oder Tactics.
Genau ins Bull’s Eye getroffen!

Bei Cricket oder auch Tactics geht es darum, die Zahlen 15 bis 20, sowie das Bull in der Mitte jeweils 3 mal zu treffen. Dabei zählt ein Wurf auf ein Double-Feld als 2 Treffer, einer auf ein Triple-Feld als 3 Treffer. Ein Treffer aufs Bull’s Eye zählt als 2 Treffer auf Bull.

Hat man eines der 7 Felder (15-20 + Bull) bereits 3 mal getroffen und trifft es erneut, bekommt man die entsprechenden Punkte gut geschrieben. Vorraussetzung ist dafür, dass mindestens ein anderer Spieler das Feld noch nicht 3 mal getroffen hat.

Gewonnen hat, wer zuerst alle 7 Felder mindestens 3 mal getroffen hat. Erreichen das mehrere Spieler in der gleichen Runde entscheidet die höchste Punktzahl.

1. Die Turnier-Variante: 301 / 501

Dies ist die Spielart, die bei offiziellen Turnieren gespielt wird und dementsprechend auch eine der anspruchsvollsten Dart-Varianten. Jeder Spieler hat am Anfang eine festgelegte Punktzahl von der er auf genau 0 werfen muss. Das heißt die Punkte, die man wirft, werden davon subtrahiert.

Für die Anfangspunktzahl jedes Spielers gibt es etliche Untervarianten, am beliebtesten sind allerdings 301 und 501. Erstere eignet sich besser für Anfänger, 501 ist die Punktzahl mit der bei Dart-Weltmeisterschaften gerechnet wird.

Jeder Zug eines Spielers besteht wie gewohnt aus 3 Pfeilwürfen, deren Gesamtsumme von seiner Punktzahl abgezogen wird. Wirft er in einem Zug mehr Punkte als er noch hat, zählen diese nicht (Bust-Regel).

Beispiel: Lisa ist an der Reihe und hat noch 31 Punkte. Sie trifft einmal die 20, dann das Double-Feld der 4 (also 8 Punkte). Demnach hat sie jetzt theoretisch 28 Punkte abgezogen und versucht beim letzten Wurf das einfache Feld 3 zu treffen um abzuschließen. Allerdings trifft sie ausgerechnet das Triple-Feld der 3 (also 9 Punkte). Somit hat sie überworfen und die Punkte dieser Runde verfallen. Ihr Punktestand bleibt also bei 31!

Für Profis gibt es noch weitere verschärfte Spiel-Varianten, zum Beispiel das Double Out, bei dem der letzte Wurf (der die Punktzahl auf genau 0 bringt) ein Double-Feld sein muss. Beim Master Out darf der letzte Wurf ein Triple- oder Double-Feld sein.

Welche dieser Dart-Varianten spielt ihr am liebsten? Oder vielleicht noch eine andere, die wir nicht erwähnt haben? Bei Abenteuer Freundschaft findet ihr übrigens noch viele weitere Tipps für klassische, spannende und kreative Spiele.