In unserer Elemente-Küche strebten wir nach dem kulinarischen Stein der Weisen

Elemente-Küche – War das nicht diese chinesische Ernährungsweise? In unserem Fall nicht, denn beim Motto-kochen erfanden wir unsere eigene Elemente-Küche. Wetten, dieses köstliche 4-Gänge Menü mit Feuer lockt jeden Alchemisten aus seiner Alchemistenküche?

  • Mottokochen unter dem Motto: Elemente-Küche
  • Aperitif: Feuer – Flaming Mary
  • Vorspeise 1: Wasser – Frischer Fischsalat mit Gurke
  • Vorspeise 2: Luft – Ein Ei macht die große Flatter
  • Hauptgang: Harmonie der 4 Elemente – Eine Reistafel
  • Nachtisch: Erde – Süße Überraschung im Maulwurfshügel

Wer unsere Seite übers Kochen mit Freunden kennt, weiß es längst – Mottokochen gehört für uns zur Freizeitgestaltung wie der Fisch zum Wasser, die Glut zum Feuer, die Wurzel zur Erde usw. Und so lautete unser Motto diesmal Elemente-Küche! Aber wer jetzt denkt, wir hätten uns das erstbeste Kochbuch zur sogenannten 5-Elemente-Küche geschnappt und etwas daraus gekocht, irrt sich gewaltig!

Denn unsere Leidenschaft gilt dem kreativ Kochen und so erfanden wir kurzerhand unsere eigene Elemente-Küche, basierend auf der klassischen antiken Vorstellung von 4 Elementen, unserem Bauchgefühl (sehr wichtig beim Kochen!) und den Geheimnissen der Alchemie… 😉

Wichtiger Hinweis: Mit der sogenannten 5-Elemente-Küche haben unsere Rezepte nichts zu tun! Diese hat übrigens keine uralte Tradition sondern ist eine im Westen neu erfundene Abwandlung einiger Ernährungsregeln der traditionellen chinesischen Medizin.

Aperitif: Feuer – Flaming Mary

Wir beginnen unser Menü aus der Elemente-Küche feurig: mit einer flambierten Bloody Mary, von uns kurz Flaming Mary getauft.

Zutaten (für 4 Personen)

  • 20 cl Vodka
  • 40 cl Tomatensaft
  • 2 Zitronen
  • 12 Tropfen Tabasco Sauce
  • 2 TL Worcestershire Sauce
  • 16 Eiswürfel
  • Salz, Pfeffer
  • Optional: Stangensellerie

Zubereitung

Alle Zutaten bis auf den Vodka mixen und in die Gläser füllen. Dann in jedes Glas ca. 4 Eiswürfel geben. Jetzt vor den Gästen jeweils in einer Kelle 20 cl Vodka mit einem Stabfeuerzeug anzünden und ins Glas gießen. Ein Stück Stangensellerie pro Person ins Glas stecken. Fertig ist der flammende Feuer-Cocktail aus der Elemente-Küche!

Vorspeise 1: Wasser – Fischsalat mir sauren Gurken

In der Elemente-Küche wiesen wir dem Element Wasser die Farbe Grün zu.
Elemente-Küche: Wasser

Zutaten (für 4 Personen)

  • 500 g Bismarckhering
  • 150 g Saure Gurken bzw. Gewürzgurken
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Äpfel
  • 1 Salatgurke
  • 100 g Blattsalat
  • 250 g Joghurt
  • 125 g saure Sahne
  • 1 TL Meerrettich
  • ½ Bund Dill
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

Beim Brainstorming, welche Zutaten in unserer Elemente-Küche dem Element Wasser entsprechen könnten, war schnell klar, das wir etwas mit Fisch zubereiten. Außerdem entschieden wir uns für die Farbe Grün, denn die andere gängige Wasserfarbe Blau kommt bei natürlichen Lebensmitteln nur selten vor.

Für unseren frischen Fischsalat fangt ihr damit an, die Zwiebel klein zu hacken und blanchiert sie. Das heißt: ganz kurz mit kochendem Wasser überbrühen und dann das Wasser abgießen. Jetzt die Bismarckheringe aus dem Glas nehmen und in Streifen schneiden, ebenso die Hälfte der sauren Gurken. Auch die Salatgurke und die Äpfel in kleine Stücke schneiden. Den Dill fein hacken.

Nun in einer Salatschüssel den Joghurt, die saure Sahne, den Meerrettich und die Gewürze, also Dill, etwas Salz und Pfeffer verrühren und abschmecken. Die übrigen Zutaten hinzugeben und gut durchmischen.

Vor dem Servieren auf jedem Teller ein Bett aus Salatblättern anrichten und eine Portion Fischsalat in die Mitte geben. Die übrigen Gewürzgurken der Länge nach halbieren und damit den Teller dekorieren.

Vorpeise 2: Luft – Ein Ei macht die große Flatter

Elemente-Küche: Für das Element Luft kreierten wir ein Gericht mit Ei und Paprika
Elemente-Küche: Luft

Der nächste Gang unserer Elemente-Küche bringt das Element Luft auf den Teller. Passend zum Fisch im Wasser wäre Geflügel eine naheliegende Option gewesen, doch wir wollten unser Menü fleischfrei halten. Also entschieden wir uns für ein Ei pro Person und die Farbe gelb. Schon klar: Luft ist farblos, aber wir assoziierten Lichtstrahlen, Helligkeit und Luft miteinander. Und Licht ist gelb… Wie gesagt – alles eine Frage des Bauchgefühls… 😉

Zutaten (für 4 Personen)

  • 4 Eier
  • 4 gelbe Paprika
  • 200 g Basmatireis
  • Salz, Pfeffer, Kurkuma
  • Öl zum Braten
  • Frischer Basilikum

Zubereitung

Zuerst den Reis aufsetzen und nach Verpackungsanleitung gar kochen. Von den Paprika die Deckel, also den oberen Teil mit dem Strunk quer abschneiden. Vorsichtig den Strunk und alles weiße davon abtrennen, so dass ein schöner gelber Paprikaring übrig bleibt. Den Rest der Paprika in schmale Streifen schneiden.

Öl in zwei Pfannen erhitzen. In der einen Pfanne bratet ihr den Reis mit Kurkumapulver (wahlweise auch Curry), etwas Salz und Pfeffer bei mittlerer Hitze an. Und in die andere Pfanne gebt ihr die 4 Paprikaringe und schlagt in jeden der Ringe ein Spiegel-Ei.

Kommen wir zur Deokration: Auf jedem Teller den Paprikaring mit Spiegelei legen und mit einem Kreis aus Kurkumareis umgeben. Daneben aus den Paprikastreifen eine Feder legen und als kleinen grünen Farbtupfer 2-3 frische Basilikumblätter zu diesem gelb-weißen Leckerbissen legen.

Hauptgang: Harmonie der 4 Elemente – Eine Reistafel

Unsere Elemente-Küche brachte die 4 Elemente in perfekte kulinarische Harmonie
Elemente-Küche: Harmonie der Elemente

Für die Hauptspeise unseres Elemente-Küche-Menüs hatten wir uns etwas ganz besonders überlegt. Auf jedem Teller sollten alle 4 Elemente nun zu einer harmonischen Verbindung finden und damit der alte Traum der Alchimisten zumindest auf kulinarische Weise wahr werden: der Stein der Weisen! Dafür kreierten wir eine Reistafel der besonderen Art, die Hauptgang und Höhepunkt unserer Elemente-Küche war.

Zutaten

  • 450 g Reis, am Besten 3 Sorten, z.B.:
    • Basmatireis (150 g )
    • Parboiled Reis (150 g)
    • Wildreis (150 g)
  • 500 g Tofu
  • 1 Mango
  • 1 gelbe Paprika
  • 100ml Gemüsebrühe
  • 200ml Kokosmilch
  • 3-4 Zehen Knoblauch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Glas eingelegte, getrocknete Tomaten
  • Sojasauce
  • Tomatenmark
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 2 Zweige Thymian, Marjoran
  • ½ Bund Dill
  • 250 g Joghurt
  • 4 EL Mayonnaise
  • 1 EL Erdnussbutter
  • Walnuss- oder Cashewkerne
  • Salz, Pfeffer und Currypulver
  • Öl zum Braten

Zubereitung

Den Tofu in mundgerechte Würfel schneiden und mit Sojasauce, 1 EL Erdnussbutter und fein gehacktem Knoblauch marinieren und kalt stellen (am Besten schon am Vortag). In diesem Rezept aus unserer Elemente-Küche symbolisiert der Tofu die Erde, denn er wird mit einer Erdnuss-Marinade in einer Pfanne braun gebraten.

Jetzt solltet ihr die Reissorten in 3 getrennten Töpfen aufsetzen. Man kann dieses Rezept natürlich auch mit einer Reissorte kochen, dann reicht ein Topf. Dann solltet ihr den fertigen Reis allerdings zur weiteren Verarbeitung in 3 etwa gleich große Portionen aufteilen.

Das Element Feuer wird wie beim Aperitif in unserer Elemente-Küche durch die Farbe Rot dargestellt. Den Parboiled Reis haben wir dafür mit einer halben bis ganzen Tube Tomatenmark vermengt und klein geschnittene getrocknete Tomaten dazu gegeben. Besonders gut schmecken getrocknete Tomaten, die im Glas eingelegt sind.

Wie beim Fischsalat war Grün auch bei der Reistafel die symbolische Farbe für das Wasser in unserer Elemente-Küche. Darum hackten wir 1 Bund Petersilie und 1 Bund Schnittlauch und mischten die Hälfte davon unter den Wildreis. Marjoran und Thymian haben wir im Mörser zerrieben, damit sich das Aroma voll entfaltet. Die Kräuter und 1 EL zerkleinerte und angeröstete Walnusskerne oder Cashews mit dem Wildreis vermischen.

Die Luft war wie bei der 2. Vorspeise unserer Elemente-Küche gelb. Dafür schneidest du zuerst die Zwiebel, Mango und die gelbe Paprika in Würfel. Nun brätst du die Zwiebelwürfel mit der Paprika und dem Reis an. Zum ablöschen gibst du die Brühe und die Kokosmilch hinzu und schmeckst das Ganze mit Curry, Kurkuma, Salz und Pfeffer ab. 

Die Harmonie der Elemente – Der kulinarische Stein der Weisen

Endlich sind alle 4 Elemente vollzählig auf jedem Teller versammelt, aber Halt! Aus der Harmonie der Elemente erwächst nach alchemistischer Vorstellung nämlich das sagenumwobene 5. Element, der Stein der Weisen, das Element ‚‚Äther‘‘ oder auch ‚‚Geist‘‘!

Für das 5. Element wählten wir Weiß, die Farbe der Reinheit. Ok, im Fall unseres Kräuterdips ein leicht grün gesprenkeltes Weiß, aber der Geschmack ist ja auch wichtig. Für den Dip einfach den Joghurt mit der Mayonnaise, dem gehackten Dill und der übrigen gehackten Kräuter vermischen. Noch eine Knoblauchzehe fein hacken und ebenfalls unterheben. Wer mag, kann auch noch Frühlingszwiebeln dazu geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren auf jedem Teller die 4 Elemente aus der Elemente-Küche als vier Viertel anrichten und als 5. Element den Dip  in die Mitte geben.

Nachtisch: Erde – Süße Überraschung im Maulwurfshügel

Die Erde wurde in unserer Elemente-Küche durch einen Oreo-Dessert repräsentiert
Elemente-Küche: Erde

Das einzige was uns nun noch zum perfekten Menü aus der Elemente-Küche fehlte war das Element Erde. Und da sich weder Tofu noch Wurzelgemüse all zu gut in der Nachspeise machen (Möhrenkuchen vielleicht ausgenommen), entschieden wir uns für einen köstlich süßen Maulwurfshügel!

Zutaten

  • 1 – 2 Packungen Oreo-Kekse (oder auch andere Schokokekse)
  • 200 g Magerquark
  • 75 g Puderzucker
  • 50 g Frischkäse (ohne Kräuter)
  • 200 ml Sahne
  • 1 Päckchen Vanillecremepulver
  • 300 ml Milch
  • Frische Minze

Zubereitung

Dieses Rezept ist in ähnlicher Form auch unter dem Namen Blumentopferde bekannt und ein echter Dessert-Geheimtipp!

Die Oreo-Kekse mit einem Mixer oder mit Hilfe eines Messer klein krümeln, bis sie nach Erde aussehen. Besonders gut funktioniert das übrigens mit einem Stabmixer, wenn die Kekse vorher eingefroren wurden.

Den Quark, den Frischkäse und den Puderzucker mit einem Handrührgerät gut verquirlen. Die Vanillecreme nach Packungsanleitung mit Milch anrühren und ebenfalls dazu geben und untermengen. Die Sahne schlagen und vorsichtig unterheben.

Angefangen mit einer Cremeschicht abwechselnd die Creme und die Oreo-‚‚Erde‘‘ in eine gläserne Schüssel oder direkt in Dessertbecher schichten. Obenauf kommt eine Schicht Kekskrümel, also Erde, die wie ein Maulwurfshügel aussieht. Zum Schluss mit frischer Minze und evtl. anderen essbaren Blättern dekorieren.

Wie hat euch unser Ausflug in die Elemente-Küche gefallen? Bei Abenteuer Freundschaft könnt ihr noch viele weitere kreative Rezepte fürs Kochen mit Freunden entdecken sowie neue und ausgefallene Freizeitaktivitäten.