Dschungelprüfung mal selbst erleben

 Um eine Dschungelprüfung selbst zu erleben, musst du weder ein Pseudo-Star sein, noch nach Australien fliegen. Ich wurde auch im heimischen Deutschland zum Dschungelkönig gekürt, aber lest selbst!

Meine Freunde und ich überraschen uns gerne gegenseitig mit außergewöhnlichen Erlebnissen und verrückten Freizeitaktivitäten, die oft unter einem bestimmten Motto stehen! Das funktioniert so: Wir verabreden uns für einen Tag an dem wir alle Zeit haben, meistens am Wochenende. Einer von uns ist immer an der Reihe, überrascht zu werden und hat keine Ahnung, was ihn erwartet. Die anderen aus der Clique überlegen sich ein spannendes Programm zu einem bestimmten Motto. Vor kurzem war ich an der Reihe und meine Kumpels haben sich selbst übertroffen: es war einer der schönsten und witzigsten Tage, die ich je mit ihnen erlebt habe!

Fahrt in den Brandenburger „Dschungel“

Ich gebe es zu: ich habe eine Schwäche für Trash-TV! Ob Frauentausch, Big Brother oder Mitten im Leben – wo für andere der gute Geschmack aufhört, fängt für mich der Spaß erst an. Das wissen meine Freunde nur zu gut. Schließlich zelebriere ich am liebsten mit ihnen zusammen das Dschungelcamp. Denn mal ehrlich, was gibt es Schöneres als in feucht-fröhlicher Runde einem Haufen von Möchtegernprominenten beim Bad in Kakerlaken, dem Verzehr von Känguruhhoden oder ihrem täglichen Zickenkrieg zuzuschauen?

Es war ein heißer Sommertag und ich ahnte schon, dass sich meine Freunde diesmal ein ganz besonderes Erlebnis für mich überlegt hatten, als sie mich mit einem breiten Grinsen der Vorfreude abholen kamen. Wir fuhren raus zu einem See, an dem wir schon öfter zum Baden waren.

Aber diesmal hatten meine Freunde allerlei mysteriöse vollgepackte Kartons dabei. Als wir ankamen, verbanden sie mir zuerst die Augen und ich sollte eine Weile lang warten, dann wurde ich zu einem von ihnen zu einem Platz am Ufer geführt und mir die Augenbinde abgenommen. Ich musste schallend lachen, als ich sah, wie meine Freunde jetzt aussahen: mit Hawaiihemden und riesigen Sonnenhüten hatten sie sich als Moderatoren meines ganz persönlichen Dschungelcamps verkleidet. Ich verstand sofort, worauf das Ganze hinauslaufen sollte, als sie dann auch noch sagten: deine erste Dschungelprüfung wartet auf dich:

Uns ist eins klar: du hast den Schuss!

Drum schwinge dich von Ast zu Ast

und suche Kokosnuss um -nuss

wie Tarzan schnell und ohne Rast!

Dschungelprüfung #1: Wie Tarzan in der Baumkrone

Die erste Dschungelprüfung, die meine Freunde sich für mich ausgedacht hatten, hing mit einem großen Baum am Seeufer zusammen. Irgendwo oben in der Krone dieses Baumes hatten sie für mich Kokosnüsse versteckt. Zum Glück kann ich ganz gut klettern, aber das war nicht die einzige Herausforderung.

Damit auch echtes Dschungelfeeling aufkommt, hatten meine Freunde eine Art Tarzankostüm besorgt, dass ich vorher anziehen musste. So sah ich beim Klettern natürlich zum Schreien komisch aus, während meine Freunde mich abwechselnd anfeuerten und sich den Bauch hielten vor lachen. An mehreren Ästen hatten meine Kumpels „Lianen“ angebunden, also Seile an denen jeweils ausgehöhlte Kokosnüsse festgebunden waren, die ich dann hochziehen und öffnen musste.

In jeder Kokosnuss war ein Fetzen von einem Blatt Papier, auf dem meine Freunde einen Text aufgeschrieben hatten. Als ich alle 8 Kokosnüsse gefunden hatte und wieder heruntergeklettert war, puzzelte ich die Stücke zusammen und las, was meine nächste Aufgabe war:

Im Urwald schmeckt besonders lecker,

was kriecht und krabbelt auf dem Boden.

Jetzt musst du ganz ohne Gemecker

Insekten essen – doch dafür keine Hoden!

Dschungelprüfung # 2: Das Insekten-Buffet

Insektenmahlzeit
Insektenmahlzeit, eine echte Dschungelprüfung…

Mit mir kann man’s ja machen! Tatsächlich erwartete mich jetzt nämlich ein typisches Dschungelcamp-Buffet: auf einer Picknickdecke lag auf kleinen Tellerchen ganz besonders… nun ja ungewohnte Kost: gebratene Mehlwürmer, geröstete Heuschrecken, Skorpione und Kakerlaken. Für diese Challenge hatten meine Freunde tatsächlich echte Insekten aufgetrieben und zubereitet.

Das sei gar nicht so schwer, meinten meine Kumpels. Sie zu essen eigentlich auch nicht: tatsächlich schmecken Insekten viel besser als man denkt und wenn man sich einmal überwunden hat ist es auch gar nicht mehr schlimm. Diese Prüfung könnt ihr natürlich auch mit anderen „Köstlichkeiten“ variieren von Weinbergschnecken über Frosch-Schenkel bis hin zu harmloseren Versionen, zum Beispiel mit Weingummis in Spinnen- oder Raupenform.

Als ich die sechsbeinigen Leckereien aufgegessen hatte, war am Boden jeder Schüssel wieder ein beschriftetes Stück Papier. Zusammen gepuzzelt ergab der Text:

Du bist doch zu haben

für den letzten Quatsch

drum sollst du jetzt graben

im allertiefsten Matsch!

Dschungelprüfung # 3: Das Ding aus dem Sumpf

An einem Teil des Seeufers ist der Boden der reinste Morast – normalerweise die Stelle, an der man nicht unbedingt ins Wasser geht, aber für eine echte Dschungelprüfung natürlich ideal! Meine nächste Challenge sah nämlich vor, dass ich 6 Gegenstände aus dem Schlamm buddeln musste.

Ein gewisser Trost war es natürlich, dass meine Kumpels sich mindestens genauso tief in den Schlamm begeben mussten um die Sachen zu vergraben, wie ich, um sie wieder herauszufischen. Außerdem ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, sie dabei gehörig mit Matsch zu bewerfen, was sich zu einer herrlichen Schlammschlacht im wahrsten Sinne des Wortes entwickelte.

Schließlich hatte ich auch die 6 Gegenstände gefunden: ein Untersetzer mit Papageienmotiv, ein Plastikpiranha, eine (leere) Dose Tigerbalsam (haha!), ein Schmetterlingsnetz, eine Flasche Insektenspray und eine Mini-Schatzkiste in der sich mein nächster Hinweis für die folgende Prüfung befand:

Im Schlauchboot geht’s zur Insel nun,

als Ruder gibt’s nur Äste!

Dort findest du ne Schlange ruhn

in ihrem Schlangenneste!

Dschungelprüfung # 4: Die Fahrt zur Insel der Schlangen

Eine ziemliche Dreistigkeit, mir als Ruder nur ein paar heruntergefallene Äste zu geben!!! Aber gut: im echten Dschungel muss man auch damit klarkommen, was man vorfindet. Der Fairness halber muss man sagen: meine Kumpels sind mitgeschwommen und haben das Schlauchboot mit angeschoben, bis ich die kleine Insel in der Mitte des Sees erreicht hatte. Dort brauchte ich dann auch nicht lange um das „Schlangennest“ zu finden, das meine Clique aus einem Bastkörbchen, Hühnereiern und einer Gummischlange gebastelt hatten. In ihrem Maul hatte die Schlange einen Zettel mit der Botschaft:

Über nen Baumstamm hier im See

musst du jetzt laufen, auch wenn’s schwappt.

Fällst du ins Wasser, tut’s nicht weh,

probier’s solange, bis es klappt!

Dschungelprüfung # 5: Der Tanz auf dem Baumstamm

Leichter gesagt als getan! Der Baumstamm auf dem ich balancieren sollte, war ganz schön glitschig. Trotzdem habe ich es geschafft, nur dreimal ins Wasser zu fallen, bevor ich das Ende des Baumstamms erreicht habe. Dort erwartete mich eine kleine Box, die meine Kumpels mit Dschungelmotiven beklebt hatten. Darin war ein Gutschein für’s Tropical Islands um mich in der Dschungeloase von den Strapazen zu erholen. Natürlich bekam ich dann auch noch eine selbstgemachte Dschungelkrone von meinen Freunden aufgesetzt. Es war wirklich einer der schönsten Tage, die wir zusammen erlebt haben und ich bin ihnen noch heute dankbar dafür.

Fazit: Es macht irrsinnig Spaß sein eigenes Dschungelcamp zu inszenieren und es ist eine der coolsten Freizeitaktivitäten, die man im Sommer mit Freunden unternehmen kann!

Wie hat euch unsere Anleitung zur eigenen Dschungelprüfung gefallen? Bei Abenteuer Freundschaft findet ihr noch viele weitere Tipps zur Freizeitgestaltung und kreative Spiele, z.B. für die besten Sommeraktivitäten oder eine Outdoor Rallye für Game-of-Thones-Fans.